Aktualisiert: 3. Dezember 2020


Strategisch pinnen ist ein längerfristiger Plan für Ihre Aktivitäten auf Pinterest. Mit einer guten Strategie können Sie mehr Erfolg haben und schneller wachsen. Hier finden Sie Tipps und Empfehlungen.

Strategisch pinnen – die besten Tipps und Empfehlungen 2021

In einem Facebook-Live hatte Tailwind Programs Partner Manager Alisa Meredith Lucy Matthews von Pinterest in einem Facebook-Live zu Gast, in dem einige Dinge zur richtigen Strategie beim Pinnen bekannt gegeben wurden. Damit Ihre Inhalte mehr Reichweite bekommen, sollten Sie folgende Dinge beachten.

#1 Mehr wertvolle Inhalte pinnen

In der Facebook-Gruppe Pinterest erfolgreich nutzen haben manche Mitglieder darüber geklagt, dass der Traffic wieder abgenommen hat. In den meisten Fällen waren für den enormen Anstieg nur ein oder zwei Pins verantwortlich.

Zu den wichtigsten Dingen neben guten Pins und den richtigen Keywords gehört auf Pinterest, dass Sie wissen, woher der Traffic kommt!

Dazu werfen Sie regelmäßig einen Blick in Ihre Analytics. Wenn Sie Google Analytics nutzen, finden Sie schnell heraus, welche Pins Ihnen die meisten Zugriffe gebracht haben. Analysieren Sie diese und

  • erstellen Sie neue Grafiken zu diesen Inhalten und
  • schreiben Sie neue ähnliche Inhalte.

Denn diese Inhalte interessieren Ihre Zielgruppe offenbar am meisten und sind daher wertvoll für sie!

Nehmen Sie sich hierfür im ersten Schritt die 10 Pins vor, die Ihnen den meisten Traffic beschert haben. Bedenken Sie auch, dass bestimmte Inhalte saisonal sind und zum Beispiel leichte Sommerrezepte im Winter vermutlich nicht so gut laufen werden.

#2 Täglich hochwertige Pins pinnen

Wirklich wichtig ist, dass Sie täglich pinnen und Pinterest damit zeigen, dass Sie ein aktiver Nutzer sind! Nachdem niemand täglich zu den guten Zeiten online sein kann, gibt es Tools wie Tailwind. Diese helfen Ihnen vieles zu automatisieren. So sparen Sie extrem viel Zeit!

Achten Sie aber unbedingt darauf, dass Sie gute Qualität und keinen Spam pinnen! Sonst laufen Sie Gefahr, dass Ihr Account gesperrt wird.

So hat Tailwind analysiert, dass die erfolgreichsten Accounts zwischen 15 und 25 Pins täglich pinnen. Hier kommt eindeutig Qualität vor Quantität! Mehr hilft also nicht mehr! Es ist besser weniger, dafür wirklich gute, passende Inhalte zu pinnen.

Wenn Sie also täglich nur 5 qualitativ hochwertige Pins haben, dann ist auch das in Ordnung!

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#3 Auf das eigene relevanteste Board zuerst pinnen

Pinnen Sie zuerst auf das relevanteste Board, das nach Möglichkeit ein eigenes sein sollte. Relevant heißt in dem Fall, dass es das Board in Ihrem Account ist, das anhand des Boardtitels und der Boardbeschreibung am besten zu dem Pin passt. Die allerbeste Variante ist natürlich, wenn ein Keyword des Pins auch in der Beschreibung der Pinnwand vorkommt.

Ein Beispiel anhand eines Food-Accounts:

Sie haben einen Pin mit einer Kürbiscremesuppe und die Pinnwände:

  • Kürbisrezepte (persönliches)
  • Rezepte mit Kürbis (Gruppenboard)
  • Gemüserezepte (persönliches)
  • Herbstrezepte (persönliches)
  • Rezepte Foodblogger (Gruppenboard)
  • Rezepte Foodblogger deutsch (Gruppenboard)
  • Suppen (persönliches)

Wenn Sie zuerst auf die Pinnwände pinnen möchten, die die relevantesten sind, so passen am besten Kürbisrezepte und Rezepte mit Kürbis. Ihr Pin sollte zuallererst auf dem eigenen Board landen: Kürbisrezepte ist also das erste Board, auf das Sie pinnen sollten. Im Idealfall hat das Board in der Beschreibung dieselben Keywords und Synonyme. So helfen Sie Pinterest einen neuen Pin schneller einzuordnen.

Später können Sie noch in Rezepte mit Kürbis pinnen, sowie in Suppen. Bei den Boards Herbstrezepte und Gemüserezepte bzw. den beiden Foodblogger-Gruppenboards sollte der Punkt 4 zur Anwendung kommen.

Tipp: Achten Sie darauf die Pins, die zu einer URL führen nicht direkt hintereinander zu pinnen, sondern mit genügend Abstand. Hier gibt es Empfehlungen von 24-48 Stunden bis hin zu 7 Tagen.

#4 Relevanz ist wichtiger als Streuung

Schon im letzten Jahr hat sich die Strategie von Pinterest zu Gruppenboards eindeutig geändert.

Darum sollten Sie nur mehr an Gruppenboards teilnehmen, die auch wirklich relevant sind und nicht alle Themen in einen Topf werfen. Tailwind bietet in den Board-Insights eigene Analysen an, die Ihnen helfen, die besten Gruppenboards zu identifizieren.

Pinnen Sie also immer zuerst auf eigene Boards und nur auf wirklich passende. Erst danach sollten Gruppenboards kommen, aber auch nur dann, wenn sie passen und relevant sind.

Passend ist hier das Stichwort! Passend bzw. relevant bedeutet, dass sich das Thema des Boards mit dem Inhalt Ihres Pins deckt. Im besten Fall sind die Keywords am Pin deckungsgleich mit denen der Boardbeschreibung.

Das bedeutet aber auch nicht, dass Sie möglichst viele Boards erstellen sollen, die thematisch gleich sind und nur anders benannt werden. Ein Beispiel: Sie haben viele Kürbisrezepte und möchten passende Boards erstellen. Erstellen Sie die Boards Kürbisrezepte, Rezepte und Kochen im Herbst, Rezepte mit Gemüse, um Ihre Pins zu verteilen und nicht Kürbisrezepte, Rezepte mit Kürbis, Kürbis & Co – das wäre redundant.

Gruppenboards können nach wie vor zu Ihrer Strategie gehören!  Sie sollten aber unbedingt ebenso relevant sein. Pinnen Sie Ihre hochwertigen Inhalte nur noch in wirklich passende Boards (in den meisten Fällen hat man pro Pin nicht mehr als 10-12 Boards, die wirklich relevant sind, meistens sogar weitaus weniger).

Tipp: Achten Sie auf Qualität und Relevanz und pinnen Sie nicht, um irgendwelche Zahlen und sogenannte Regeln zu erreichen. Das bedeutet, nicht gedankenlos irgendwohin zu pinnen, sondern sich bei jedem Pin zu überlegen, auf welches Board er am besten passt.

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#5 Frischer Content ist wichtiger als repetitives Pinnen

Pinterest lebt von neuen, hochwertigen Inhalten. Denn die Plattform möchte dem Nutzer das beste Erlebnis bieten. Neuen Content zu erstellen ist daher natürlich auch besser als immer wieder die alten oder gleichen Pins zu repinnen.

Schon seit 2019 gibt es die Empfehlung mehr neue Inhalte zu erstellen. Denn Pinterest favorisiert aktuelle Inhalte, die für die Nutzer relevant sind.

Es wird nach wie vor Evergreen-Pins geben, aber investieren Sie Zeit in die Erstellung von Inhalten, die wertvoll für den Nutzer sind. Denn aktuelle und relevante Pins werden zukünftig stärker verbreitet durch den Algorithmus im Feed und im Suchergebnis als alte, sich wiederholende.

Was sind frische Pins?

Ein ganz frischer, neuer Pin hat ein neues Bild und eine neue URL. Die Abstufung davon ist zu einer bestehenden URL ein neues Bild zu erstellen.  Minimale Änderungen am Bild oder am Text sind kein frischer Pin.

Sie sollten also auch unbedingt regelmäßig neue Pins zu neuen Links veröffentlichen. Wenn Sie neue Bilder zu bestehenden Links erstellen, denken Sie immer zuerst darüber nach, welchen Mehrwert und anderen Aspekt Sie dem Nutzer im Gegensatz zur bereits bestehenden Grafik geben können.

Die nachstehende Tabelle soll helfen, die unterschiedlichen Abstufungen von frischem Content zu verstehen.

Frische Pins

Keine frischen Pins

Neu veröffentlichter Beitrag (Produkt, Rezept) = neuer Link Bild und Link gleich, Pin-Titel und Beschreibung anders
Anderes Bild (Grafik, Foto) zu einem Beitrag Minimale Änderung an einem bestehenden Bild (andere Farbe, Logo verschieben, etc.)
Neues Bild (Grafik, Foto) zu altem Beitrag

Mischen Sie auch Pinformate! Pinterest hat die verschiedenen Formate wie Video Pins und Karussell-Pins eingeführt, damit sie auch verwendet werden. Ein guter Mix kann vom Algorithmus bevorzugt werden.

Tipp: Verwenden Sie nach Möglichkeit eigene Bilder und immer wieder andere Ausschnitte. Die Bildersuchmaschine wertet auch Bilder besser, die noch nicht so oft verwendet wurden. Vermeiden Sie daher auch kostenlose Bilddatenbanken für Ihre Pins.

#6 Pins in Facebook-Gruppen promoten

Auch wenn Pinterest von allen Social Media den meisten Traffic bringt: Nutzen Sie auch die Möglichkeiten, die Ihnen andere Netzwerke bieten. Facebook-Gruppen bieten hier oft die Chance, Ihre Pins in speziellen Pin-Promotion-Beiträgen anzuschubsen.

In der Facebook-Gruppe Pinterest erfolgreich nutzen gibt es beispielsweise jeden Montag eine allgemeine Pin-Promotion und jeden Donnerstag eine themenspezifische.

Bonustipp: Pin in den Beitrag einbinden

Eine noch wenig eingesetzte, aber brillante Methode ist, den Pin selbst noch einmal in den Beitrag einzubetten.

  1. Veröffentlichen Sie den Beitrag.
  2. Pinnen Sie den Beitrag auf Ihr Board.
  3. Kopieren Sie den Link dieses Pins und erstellen Sie über den Widget-Builder einen eingebetteten Pin.
  4. Kopieren Sie den Code in den Beitrag und aktualisieren Sie diesen. Schalten Sie danach nicht in die visuelle Ansicht zurück, sonst löscht WordPress den Code wieder.
    Tipp: Geben Sie vor dem Umschalten vor dem Schließ-Tag </a> einen Strich ein – dann bleibt der Code auch in der visuellen Ansicht erhalten. Also z.B. <a href=“https://www.pinterest.de/pin/148126275227646711/“ data-pin-do=“embedPin“ data-pin-lang=“de“>|</a>

Vorteil: Der Pin, der oft geklickt wird, wird dann – wenn er erneut über den Beitrag geteilt wird – vom Originalpin und Originalboard geteilt. So erhält der Ursprungspin eine weitere Verbreitung.

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3 riesengroße Fehler beim Pinnen, die Sie unbedingt vermeiden sollten

#1 Einen Pin zu oft pinnen

Sie pinnen ein und denselben Pin mehr als einmal pro Tag. Pinterest hat sehr deutlich gesagt, dass der Fokus auf frischem Content liegt. Exzessives Pinnen von einem Pin kann sogar dazu führen, dass Ihr Account geflagged wird und so Ihre Reichweite beschränkt wird.

Lösung: Wenn ein Pin auf mehr als eine Pinnwand wirklich gut passt, dann achten Sie darauf, dass mindestens 24 Stunden, besser bis zu 7 Tage (vor allem bei Links, die Sie schon mehrfach gepinnt haben) liegen.

Die Intervallplanung und die Boardlisten von Tailwind können Ihnen dabei helfen, hier keine Fehler zu machen.

#2 Zu viel pinnen

Sie pinnen nach dem alten Motto „viel hilft viel“? Dadurch pinnen Sie pro Tag mehr als 15-25 Pins?

Lösung: Legen Sie Wert auf Qualität – auch bei Fremdcontent. Zu viel zu pinnen kann ebenfalls Ihrer Reichweite schaden. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf die Erstellung guter, eigener Inhalte,  auf gutes SEO Ihrer Pins und Boards.

#3 Pins ungeprüft weiterpinnen

Sie pinnen auch fremde Pins und nicht nur eigene Inhalte! Das ist gut, denn auch Pinterest lebt vom Geben und Nehmen. So können Sie, wenn Sie nicht nur eigene Pins sammeln wollen, sondern die beste Anlaufstelle für kuratierten Content zu Ihrem Thema sein möchten, durchaus 20-30% Fremdpins pinnen.

Das hat auch den Vorteil, dass man die Anzahl an Pins pro Tag auch erreicht, wenn man (noch) nicht so viel eigene Inhalte hat. Dabei kann es aber vorkommen, dass man irrtümlich Pins erwischt, die auf Spamseiten führen. Das schadet Ihrer Qualität und Autorität als Pinner!

Lösung: Pinnen Sie ausschließlich aus vertrauenswürdigen Quellen und prüfen Sie die dahinterliegenden Links.

 

Haben Sie noch andere Tipps? Wie sieht Ihre Strategie aus? Verraten Sie uns diese doch in einem Kommentar.

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