Aktualisiert: 5. Januar 2023

Je mehr Traffic Pinterest liefert, desto interessanter wird es auch für „das Böse“. Pins werden „gestohlen“ und auf dubiose Webseiten geleitet. Pinterest geht dagegen momentan massiv vor und sperrt Spam-Profile. Leider erwischt es da auch normale Nutzer. Lies hier, was du tun kannst, wenn dein Account gesperrt wurde.

Pinterest – Sperre wegen Spam?

In meiner Facebook-Gruppe haben sich in den letzten Wochen die panischen Hilfeschreie vermehrt. Viele „brave“ Pinner wurden gesperrt – teilweise aus nicht ersichtlichen Gründen.

Einerseits liegt das natürlich daran, dass der Spamfilter sehr scharf geschaltet ist, damit Pinterest dieses Problem überhaupt in den Griff bekommt.

Andererseits stellt sich dann schon auch heraus, dass viele, die von solchen Sperren betroffen sind und waren, dann doch zugegeben haben, manche Pins einfach ohne zu prüfen weitergepinnt haben.

Wenn dein Account im Filter hängen bleibt, dann wird er ohne Vorwarnung gesperrt und du hast auf das Konto keinen Zugriff mehr.

Das solltest du auf Pinterest tun, wenn du eine Sperre vermeiden möchtest

  • Pinne ausschließlich aus vertrauenswürdigen Quellen! Wenn du etwas pinnst, das nicht direkt von einer Webseite ist, überprüfe den dahinterliegenden Link. Geht dieser auf die richtige Webseite? Ist die Webseite vertrauenswürdig und läuft auf https?
  • Prüfe deine jüngsten Pins und stelle sicher, dass keine Pins darunter sind, die nicht vertrauenswürdig sind.
  • Pinne nicht so, dass es wirken könnte, als würde das eine Maschine tun. Z.B. nicht 50 Pins hintereinander in kürzester Zeit, viele gleichlautende Kommentare unter verschiedenen Pins in kurzer Zeit usw.
  • Pinne nicht innerhalb kurzer Zeit viele Pins, die alle auf dieselbe Seite führen. Also z.B. 30 Pins kurz hintereinander mit demselben Link.
  • Pinne auch nicht ausschließlich auf deine Startseite.
  • Pinne keine Pins mit z.B. bit.ly verkürzten Links. Das gilt besonders für Affiliate-Links.
  • Verwende keine Aneinanderreihung von Hashtags in der Pin-Beschreibung. Am besten schreibst du ganze Sätze mit Keywords.
  • Pinne keine Pins, die gegen die Pinterest-Richtlinien verstoßen. Als amerikanisches, börsennotiertes Unternehmen sind da natürlich pornografische Inhalte, Nacktheit, Gewalt, Waffen, Alkohol usw. davon betroffen.
  • Wenn du ein Tool nutzt, achte darauf, dass es ein offiziell genehmigter Partner ist. Hier kannst du die Partner einsehen.
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Erste Hilfe bei einer Pinterest Sperre

Es hat dich leider erwischt und dein Account wurde gesperrt? Brich bitte nicht in Panik aus (auch wenn es jetzt natürlich passieren kann, dass dein Traffic einbricht), sondern atme durch und befolge diese Schritte:

  1. Warte auf das E-Mail* von Pinterest, das dich über die Sperre informiert. (Achtung: auch im Spam- oder Werbeordner nachsehen)
  2. Antworte direkt auf das E-Mail, bitte um Überprüfung und stell klar, dass du kein Spammer bist. (Das solltest du natürlich dann auch wirklich nicht sein…). Bleib höflich und bitte um neuerliche Überprüfung. Inkludiere auch den Link zu deiner Webseite, wo im besten Fall auch dein Name im Impressum angeführt ist.
  3. Solltest du mehr als 3 Werktage keine Antwort erhalten, wende dich über die Pinterest Community an das Marketing Team in Deutschland.

Vorstufe zur Sperre: Account geflagged

Seit November 2019 taucht vermehrt eine Vorstufe zur Sperre auf, die meist erst nach einiger Zeit identifiziert wird, weil du noch Zugang zum Account hast. Der Account kann auch geflagged werden und somit quasi aus dem Index fallen.

Die Anzeichen dafür sind:

  • Deine Pinterest Analytics fallen von einem Tag auf den anderen auf null ab.
  • Der Folge-Button funktioniert nicht mehr.
  • Wenn du deinen Account über einen zweiten Account mit dem Filter „Nutzer“ suchst, taucht er nicht auf.

Saisonale Schwankungen in der Reichweite deines Accounts sind normal. Hier geht es wirklich um einen Abfall der Impressions auf 0.

Sollten diese Kriterien bei deinem Account zutreffen, wende dich zuerst an den Pinterest Support und falls von dort keine zufriedenstellende Antwort kommt, an die Pinterest Community.

Häufige Fragen rund um gestohlene Pins

Was ist ein gestohlener Pin?

Ein gestohlener Pin ist ein Bild, das nicht auf die Webseite des Urhebers linkt, sondern auf die eigene, um den Traffic zu bekommen. Leider gibt es ganze Accounts, die populäre, gut laufende Pins stehlen.

Wie erkenne ich einen gestohlenen Pin?

Um gestohlene Pins zu identifizieren, musst du  in den wenigsten Fällen auf den Pin klicken. Am Desktop reicht es vollkommen, mit der Maus über den Pin zu fahren. Passen der Pin und die dahinterliegende URL zusammen? Wenn nein, hast du es in den meisten Fällen mit einem gestohlenen Bild zu tun.

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Was soll ich tun, wenn ich einen gestohlenen Pin finde?

Wenn es ein eigener Pin ist, melde ihn über das Formular. In jedem Pin findest du oben links bei den drei Punkten den Punkt „Pin melden“. Wähle nicht „Alle Pins entfernen“, da sonst auch die nicht betroffenen Bilder gelöscht werden.

Eine Urheberrechtsverletzung kannst du über dieses Formular melden.

Wenn du einen Pin von jemand anderem findest, schreibe dem echten Inhaber eine Pinterest-Nachricht und stell es in die Facebook-Gruppe, da es öfter mehrere Nutzer betrifft, deren Pins gestohlen wurden.

Kann ich meine Inhalte schützen?

Leider kannst du deine Inhalte nur bedingt schützen. Wenn du über eigene Pins im Feed stolperst, prüf regelmäßig die URL dahinter. Und das Wichtigste: stell sicher, dass auf jedem deiner Pins Logo und/oder die URL im Bild angeführt sind. So ist es einfacher, dein Urheberrecht nachzuweisen.

Wie melde ich einen ganzen Account?

Um einen ganzen Account zu melden, ruf bitte die Kontakt-Seite von Pinterest auf. Klicke dort auf Eine Richtlinienverletzung melden – Spam melden und folge den Schritten.

Kann Pinterest das nicht unterbinden?

Pinterest geht massiv dagegen vor. Doch Content Diebstahl ist nicht auf Pinterest beschränkt, sondern findet sich im gesamten Web. Hilf mit, dagegen vorzugehen!

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*in Österreich ist E-Mail überwiegend sächlich.