Aktualisiert: 8. Juli 2021


Auf Pinterest werden Pins in Boards gesammelt, denen Nutzer folgen können. Hier erfahren Sie, wie Sie Pinterest Boards erstellen, die auch Follower erhalten und so dazu beitragen, Traffic auf Ihre Webseite zu bringen.

Was ist ein Pinterest Board?

Stellen Sie sich Pinterest wie ein digitales Fotoalbum mit verschiedenen Kapiteln vor. In jedem Kapitel wird ein Thema behandelt. So wird auch jedem Board – auf Deutsch Pinnwand genannt – ein Themengebiet zugeordnet.

Sie können auf die Pinnwände Bilder hochladen oder pinnen, um diese für sich zu sammeln oder mit anderen zu teilen. Das kann von Webseiten direkt sein oder über die Inhalte von anderen auf Pinterest.

Jedes Board hat einen Namen, den Board-Titel und optional eine Beschreibung, die Board-Beschreibung.

Es gibt 3 Arten von Pinnwänden:

  1. Öffentliche Pinnwände: Diese Boards sind von allen Pinterest-Nutzern einsehbar und werden auch in Google gelistet.
  2. Geheime Pinnwände: Diese Pinnwände sind nur für den Inhaber und eventuelle Mitglieder sichtbar.
  3. Archivierte Pinnwände: Diese Boards sind nur für den Inhaber sichtbar.

Für die erste und zweite Art gibt es dann noch die Unterscheidung zwischen persönlichen Pinnwänden, die nur von Ihnen gefüllt werden, und Gruppen-Pinnwänden, die von zwei oder mehreren Nutzern befüllt werden.

Sie können auf Pinterest nicht nur nach Pins und Nutzern suchen, sondern auch nach Boards. Daher sind die Pinnwände wichtig für Ihre Suchmaschinenoptimierung.

Um ein Board zu suchen, geben Sie einfach die Suchwörter im Suchschlitz ein und wählen im Dropdown-Menü „Pinnwände“ aus.

Pinnwand erstellen

Eine Pinnwand kann auf zwei Arten erstellt werden:

  1. Über das Profil und
  2. im Rahmen des Pinnens.

Bereits erstellte Pinnwände finden Sie unter „Gemerkt“.

Um ein Board über Ihr Profil zu erstellen, klicken Sie in Ihrem Profil unter der Profilbeschreibung rechts auf das Plus. Nun können Sie auswählen, ob Sie einen Pin oder eine Pinnwand erstellen möchten.

Wählen Sie Pinnwand, dann erscheint ein Pop-up. Dort geben Sie den Namen der Pinnwand ein und legen fest, ob das Board öffentlich oder geheim sein soll. Später im Prozess haben Sie noch die Möglichkeit, ein Board-Cover zu definieren, eine Beschreibung zu setzen und andere Nutzer dazu einzuladen und die Pinnwand so zu einem Gruppenboard zu machen.

Klicken Sie dazu in die Pinnwand und dann auf die drei Punkte neben dem Titel und wählen „Pinnwand bearbeiten“ aus.

Die Menüpunkte Teilen, Zusammenführen und Archivieren sprechen für sich. Mehr zu Pincodes erfahren Sie hier.

In einer Pinnwand können Sie sich unter „Hinweise“ für sich selbst Notizen machen. Ebenso gibt es die Möglichkeit mit der Organisieren-Funktion mehrere Pins gleichzeitig zu verschieben, zu kopieren oder zu löschen.

Eine weitere Möglichkeit ist das Anlegen von Ordnern in der Pinnwand selbst. Wann Ordner sinnvoll sind, erfahren Sie hier.

So erstellen Sie in 9 Schritten Pinterest Boards, die Follower erhalten

Richtig aufgesetzte Pinterest Boards

  • „stützen“ Ihre Inhalte,
  • bringen Zugriffe auf Ihre Webseite,
  • bringen neue Follower auf Ihren Pinterest-Account und
  • können neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Pinnern bringen.

Schritt #1 – Themen definieren

Ihre Pinnwände sind nicht nur zum Merken und Organisieren Ihrer Pins wichtig, sondern haben eine essenzielle Aufgabe in der Optimierung Ihres Profils. Boards sind suchbar, sind daher SEO-relevant und sollten Ihre Inhalte bestmöglich stützen.

Definieren Sie daher im ersten Schritt die Themenbereiche, die Sie abdecken möchten. Fassen Sie dazu beispielsweise Ihre Produkte oder Blogbeiträge in sinnvollen Kategorien zusammen. Vielleicht können Sie sogar die Struktur der Webseite übernehmen und noch feiner darstellen.

Am Beispiel einer Schmuck-Marke können die Boards nicht nur nach den Kategorien Armbändern, Halsketten und Ohrringen erstellt werden, sondern auch nach Schmuck aus Gold, Silber, Muscheln, Perlen, etc.

Ebenso lohnt es sich bei diesem Beispiel Boards für Gelegenheiten zu erstellen, wie Muttertag, Valentinstag oder Hochzeit.

Schritt #2 – Keywords recherchieren

Um gute Boards zu erstellen, sollten Sie wissen, wonach die Nutzer suchen. Verwenden Sie für diese Recherche einfach die Pinterest-Suche.

Hier finden Sie ein Beispiel mit einer Suchabfrage zum Thema Valentinstag. Die bunten Kästchen unter dem Suchfeld sind die Suchwörter, nach denen von anderen Nutzern gesucht wird. Das Wort ganz links ist das am häufigsten gesuchte Wort in Verbindung mit den eingegebenen Suchwörtern.Suchabfrage Valentinstag

Machen Sie sich eine Liste mit diesen Keywords.

auch interessant:  Die perfekten Keywords für Pinterest finden

Schritt #3 – Boards recherchieren

Danach setzen Sie den Filter der Suche auf „Pinnwände“ und recherchieren Sie, welche Boards zum Thema schon aufzufinden sind und wie viele Follower diese haben.

Im angeführten Beispiel wissen wir, dass die Suchphrase „Valentinstag DIY“ sehr populär ist und bei der Einschränkung „Valentinstag DIY basteln“ mehr als 30 Pinnwände zu finden sind.

Wenn Sie sich jetzt Gedanken machen, dass es schon mehr als 30 Pinnwände gibt:

  1. gibt es zu vielen Themen noch keine guten deutschsprachigen Pinnwände und
  2. achten 95 % der Board-Ersteller nicht auf die wichtigsten Dinge, die für den Erfolg eines Boards notwendig sind.

Da Sie nach Pinnwänden suchen können, sehen Sie schon, dass die Pinnwände für SEO auf Pinterest eine hohe Relevanz haben!

Schritt #4 – Board erstellen

Erstellen Sie nun eine neue Pinnwand und stellen Sie diese, bis sie fertig aufgebaut ist, auf geheim. Benennen Sie Ihr Board mit den gewünschten Keywords. Verwenden Sie dabei keine Abstände zwischen einzelnen Buchstaben (denn sonst erkennt die Suchmaschine das Wort nicht als Wort) und benennen Sie es auch nicht mit Phantasienamen.

Der Boardname sollte dieselben Suchwörter beinhalten, mit denen Sie gefunden werden möchten!

Ein Beispiel:

mit „Valentinstag DIY basteln“ werden Sie in der Suche weiter vorne auftauchen als mit „V A L E N T I N S T A G DIY basteln“ oder „Be my Valentine“

Sie möchten ein bereits bestehendes Board umwandeln? Kein Problem! Geben Sie dem Board einfach einen neuen Namen. Pinterest macht automatisch eine Weiterleitung.

auch interessant:  Wie viele Pinterest Boards sind zu viel?

Schritt #5 – Board-Beschreibung erstellen

Die Beschreibung der Pinnwände wird noch immer sträflich vernachlässigt. Dabei ist dies ein perfekter Ort, um Ihre gefundenen Keywords und noch ein paar zusätzliche unterzubringen! Nutzen Sie den Platz aus und nehmen Sie sich Zeit für eine aussagekräftige Beschreibung des Boards.

Schreiben Sie dabei ganze Sätze für den Leser und listen Sie nicht einfach Suchbegriffe auf. Verwenden Sie Keywords mit allen möglichen Variationen und Synonymen und nutzen Sie so gut es geht auch die 500 Zeichen aus. Hashtags sind in der Pinnwand-Beschreibung nicht klickbar und ersetzen daher kein Keyword!

Auch wenn Pinterest die Aneinanderreihung von Keywords, das sogenannte keywords stuffing, noch nicht abstraft, kann es doch jederzeit passieren, dass es eine Spielregel wird, die Board-Beschreibung für den Leser zu formulieren.

Nehmen Sie sich dafür wirklich Zeit, denn das lohnt sich! Mit einer guten Beschreibung stützt das Board Ihre Pins und verhilft Ihnen so zu mehr Reichweite.

auch interessant:  Strategisch pinnen - so geht's

Schritt #6 – Board-Cover nutzen

Erstellen Sie für Ihre Pinterest Boards nun aufmerksamkeitsstarke Board-Cover. Sie haben hier zwei Möglichkeiten:

  1. Entweder nutzen Sie einen bestehenden Pin als Pinnwand-Cover oder
  2. Sie erstellen ein eigens dafür gedachtes Cover nur für diese Pinnwand und pinnen es als Pin auf dieses Board.

Wenn Sie ein eigens dafür gedachtes Cover erstellen, vergessen Sie nicht, dieses auch auf Ihre Webseite zu verlinken.

auch interessant:  Pinterest Boards aufräumen - 4 wichtige Tipps

Schritt #7 – Pinnwand mit Pins befüllen

Befüllen Sie die Pinnwand mit mindestens 15-25 qualitativ hochwertigen Pins, bevor Sie diese von geheim auf öffentlich stellen.

Je mehr Pins eine Pinnwand hat, desto relevanter wird sie für neue Follower sein. Die Pins auf der Pinnwand sollten ebenfalls Keywords in der Beschreibung haben, die für Ihre Pinnwand wichtig sind.

Halten Sie sich bei der Auswahl der Pins an diese beiden Dinge:

  1. Pinnen Sie ausschließlich Inhalte, die auch wirklich zu den Keywords passen und
  2. schreiben Sie die Keywords auch in die Pinbeschreibung

Danach sollten Sie das Board regelmäßig mit neuen Pins befüllen. Mit einem Tool wie Tailwind können Sie dies übrigens einfach automatisieren.

Schritt #8 – Erstellen Sie spezifische persönliche Pinnwände und Gruppenboards

Die Relevanz von Gruppenboards hat sich in den letzten Monaten geändert. Waren Gruppenpinnwände bis vor einiger Zeit der schnellste Weg für mehr Reichweite, so sind nun eigene Pinnwände wichtiger.

auch interessant:  Pinterest Gruppenboards - die richtige Strategie 2021

Gehen Sie daher bei der Erstellung Ihrer Pinnwände taktisch vor. Bauen Sie Ihren Account und Ihre Boards so auf, dass diese Ihre Inhalte bestmöglich stützen. Denn jeder neue Pin sollte zuerst auf das relevanteste Board gepinnt werden – also das Board, das im Hinblick auf Inhalte und Keywords am besten dazu passt.

Je intensiver Sie sich mit den Boardtiteln und -beschreibungen befassen, desto mehr steigen auch die Chancen, dass

  1. Sie mit Ihren Boards in der Suche auf Pinterest weit oben auftauchen und
  2. Ihre Pinnwände auch in Google ranken.

Denn gerade mit sogenannten „long tail“ Keywordphrasen können Sie mit Pinterest Boards auch in Google gut ranken. Machen Sie dafür eine ausführliche Keywordrecherche und erstellen Boards, die Titel mit Keywordphrasen haben.

Wenn Sie dann auch noch eine gute Beschreibung einfügen und regelmäßig darauf frische Pins pinnen, wird Google die Pinnwand auch besser bewerten und damit im Suchergebnis weiter oben zeigen.

Tipp: Auf dieser Webseite ist seit ein paar Monaten Milotree (Affiliate-Link) im Einsatz. Das Plugin für WordPress generiert ein kleines, unaufdringliches Pop-up, das explizit auf Ihren Pinterest-Account hinweist. So steigern Sie ganz ohne Mühe Ihre Follower. Probieren Sie es einfach aus! Es gibt einen kostenlosen Testzeitraum.

Schritt #9 – Stellen Sie nicht relevante Boards auf geheim

Zwei Arten von Pinnwänden sollten Sie nicht erstellen:

  1. Pinnwände, die nicht zu Ihrem Thema passen.
  2. Pinnwände, die „Kraut und Rüben“ sind oder zu breit formuliert sind.

Wenn Sie darüber nachdenken, ein Board zu erstellen, das nur für Ihre Inhalte gedacht ist, überlegen Sie auch dabei, dass Sie nicht alle Themen mischen. Das ist besonders bei Blogs, die sich mit mehreren Themen beschäftigen (bspw. Beauty, Fashion, Lifestyle, Food, …) wichtig. Wenn Sie genügend Inhalte haben, legen Sie für jedes Thema eine eigene Pinnwand an.

Jedes neue Board, das Sie erstellen, sollte zu Ihren Themen passen und auch wirklich relevant dafür sein. Boards, die nicht zu Ihren Inhalten passen, stellen Sie bitte einfach auf geheim oder archivieren sie.

Fazit: Warum Pinterest Boards wichtig für Ihr SEO sind

  1. Pinterest Boards sind suchbar. Sie können mit Hilfe von Keywords nach Pinnwänden suchen.
  2. Die Board-Beschreibung bietet 500 Zeichen Platz für Keywords mit diversen Varianten und Synonymen.
  3. Pinnwände stützen Ihre Inhalte. Je passgenauer Pin und Pinnwand sind, desto schneller und besser kann Pinterest Ihren Pin einordnen.
  4. Pinterest Boards ranken in Google.

Sie möchten mehr über Pinterest erfahren? Melden Sie sich hier für den kostenlosen E-Mail-Kurs an! So erhalten Sie Expertentipps bequem in Ihr Postfach.

Pinterest Grundlagen
in 5 Tagen Schritt für Schritt lernen
In diesem kostenlosen E-Mail-Kurs bekommst du in 5 Tagen die grundlegenden Anleitungen zu Pinterest in kleinen, verständlichen Häppchen bequem in deinPostfach.
Für mehr Reichweite, mehr Abonnenten und mehr Kunden!
Mit der Anmeldung stimmst du zu, den E-Mail-Kurs und regelmäßige Tipps, sowie Neuigkeiten und Termine per E-Mail zu erhalten.
Weitere Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.