
Du startest auf Pinterest und denkst, du musst erst hunderte Follower aufbauen, bevor überhaupt irgendetwas passiert? Diese Annahme bremst mehr Menschen aus, als sie motiviert.
Auf Pinterest brauchst du nicht zuerst eine große Followerschaft, um Reichweite zu bekommen. Pinterest funktioniert anders als Instagram oder TikTok. Die Plattform ist keine klassische Social-Media-App, sondern vor allem eine visuelle Suchmaschine. Und genau das verändert alles.
Pinterest Follower? Brauchst du nicht – hier ist warum
Viele glauben, Erfolg auf Pinterest hängt davon ab, wie viele Menschen einem folgen. Das stimmt so nicht. Auf Pinterest wird dein Content nicht in erster Linie an Follower ausgespielt, sondern an Menschen, die nach einem bestimmten Thema suchen oder deren Interessen zu deinem Pin passen.
Das bedeutet, dass du auch mit einem neuen Account und 0 Followern Reichweite aufbauen, Klicks auf deine Website bekommen und von den richtigen Menschen gefunden werden kannst. Entscheidend ist nicht deine Follower-Zahl, sondern ob dein Pin relevant, ansprechend und gut verschlagwortet ist.
Wie Pinterest wirklich funktioniert
Vergleiche Pinterest nicht mit Facebook, TikTok oder Instagram, sondern vergleiche es besser mit Google. Denn Pinterest ist eine (Bilder-)Suchmaschine, die in ihrer Arbeitsweise immer genauer wird.
Nimm die schönen Bilder von Instagram und paare sie mit der Suchmaschine Google und du erhältst Pinterest.
Wenn Instagram und Google ein Baby hätten, wäre das Pinterest. (Barbara Riedl)
Das Wachstum von Pinterest bedeutet nicht nur mehr Nutzer, sondern auch mehr Möglichkeiten, wie du deine Zielgruppe erreichst.
Pinterest entwickelt sich immer mehr zu einem mächtigen Tool, das sogar online und offline verbindet.
Pinterest ist keine klassische Social-Media-Plattform
Der größte Denkfehler vieler Anfänger ist, Pinterest wie Instagram zu behandeln. Dort sind Follower oft ein zentraler Wachstumsfaktor. Auf Pinterest ist das anders.
Pinterest funktioniert stärker wie eine Suchmaschine. Nutzer kommen auf die Plattform, weil sie gezielt nach Ideen, Lösungen, Anleitungen, Produkten oder Inspiration suchen. Sie geben Begriffe in die Suche ein, klicken auf passende Pins und speichern Inhalte, die sie später wiederfinden möchten.
Deshalb solltest du Pinterest eher wie Google mit Bildern betrachten als wie ein soziales Netzwerk. Wer diesen Unterschied versteht, hört automatisch auf, sich zu sehr auf Follower zu konzentrieren.
Auf Instagram oder TikTok siehst du vor allem Inhalte von Accounts, denen du folgst. Auf Pinterest entscheidet der Algorithmus anhand von Interessen, Keywords und Suchverhalten, wem dein Pin angezeigt wird.
Darum kann ein frisch erstellter Account mit wenigen oder gar keinen Followern trotzdem schon nach kurzer Zeit sehr gute Ergebnisse erzielen. Wenn dein Pin zur Suchanfrage passt, visuell überzeugt und gut eingeordnet ist, kann er in den Suchergebnissen, im Homefeed oder in verwandten Themen auftauchen und das unabhängig davon, wie viele Menschen dir folgen.
Genau deshalb ist Pinterest für Blogger, Online-Shops und Dienstleister so spannend: Du kannst sichtbar werden, ohne dir zuerst mühsam eine Community aufbauen zu müssen.
Was auf Pinterest wirklich zählt
Statt ständig auf deine Follower-Zahl zu schauen, solltest du drei andere Kennzahlen im Blick behalten:
Impressionen
Wie oft werden deine Pins in den Feeds oder Suchergebnissen angezeigt?
Outbound-Klicks
Wie viele Menschen klicken auf deinen Pin und landen tatsächlich auf deiner Website?
Saves
Wie oft speichern Nutzer deinen Pin auf ihren Pinnwänden? Das ist ein starkes Signal dafür, dass dein Content relevant und hilfreich ist.
In den Pinterest Analytics siehst du schnell, dass ein großer Teil deines Traffics oft von Menschen kommt, die dir gar nicht folgen. Genau deshalb sind Follower kein verlässlicher Hauptindikator für deinen Erfolg.
Warum Follower auf Pinterest nicht der wichtigste Erfolgsfaktor sind
Follower können nett sein, aber sie sind nicht das Fundament deiner Pinterest-Strategie. Sie sind eher ein Nebeneffekt guter Inhalte als die Ursache für Reichweite.
Was wirklich über deine Sichtbarkeit entscheidet, ist:
- ob deine Pins zur Suchintention der Nutzer passen
- ob du relevante Keywords verwendest
- ob dein Design im Feed auffällt
- ob du regelmäßig hochwertige Inhalte veröffentlichst
- ob dein Content Menschen zum Klicken oder Speichern motiviert
Wenn diese Dinge stimmen, wächst die Reichweite oft ganz automatisch. Und mit der Reichweite kommen häufig auch neue Follower. Andersherum funktioniert es deutlich schlechter: Viele Follower nützen dir wenig, wenn deine Pins nicht relevant sind.
Die 5 wichtigsten Hebel für deinen Erfolg auf Pinterest
#1 Business Account
Melde dich für einen Business-Account an. Es ist kostenlos und bietet Vorteile, die du mit dem privaten Profil nicht nutzen kannst. Die beiden wichtigsten sind:
- Du hast Zugriff auf die Pinterest Analytics.
- Du kannst Rich Pins nutzen.
Für beides musst du nur deine Webseite verifzieren und die Metadaten freigeben, dann kommst du in den vollen Genuss der Power von Pinterest.
Der Vorteil liegt nicht in einer höheren Follower-Zahl, sondern in den zusätzlichen Funktionen.
Mit einem Business-Account bekommst du Zugriff auf Pinterest Analytics und kannst nachvollziehen:
- welche Pins gut performen
- welche Themen Reichweite bringen
- welche Inhalte geklickt werden
- welche Pins gespeichert werden
Dadurch kannst du deine Strategie gezielt verbessern und Entscheidungen auf Basis echter Daten treffen statt nach Gefühl.
#2 Gute Inhalte
Pinterest lebt von (guten) Bildern. Einerseits sollte deine Webseite pinnbare Inhalte haben – das inkludiert den Einsatz eines Pin it-Buttons bei allen Bildern –, andererseits solltest du selbst gute Inhalte erstellen, die gerne geteilt werden. Hier findest du eine Anleitung, wie du gute Pins gestaltest.
Qualitativ hochwertige Bilder und gute Texte sind essenziell für Ihren Erfolg. Mehr als 80 % der Nutzer kommen über das Handy und somit müssen die Bilder und Grafiken mit Texten auch für diese Endgeräte optimiert sein.
Pinterest ist eine visuelle Plattform. Dein Pin muss auffallen und sofort verständlich sein. Menschen entscheiden in Sekundenbruchteilen, ob sie weiterscrollen oder klicken.
Achte deshalb auf:
- klare, gut lesbare Schrift
- starke Kontraste
- ein ruhiges, professionelles Layout
- ein einheitliches Branding
- ein klares Nutzenversprechen direkt auf dem Pin
Hochformatige Pins funktionieren besonders gut. Ein Format im Verhältnis 2:3 ist dafür besonders geeignet.
#3 Regelmäßigkeit
Du musst nicht jeden Tag dutzende Pins veröffentlichen. Wichtiger als Masse ist Beständigkeit. Teile täglich mindestens einen Pin.
Wenn du konstant Inhalte veröffentlichst, lernt der Algorithmus deinen Account besser einzuordnen. Gleichzeitig sammelst du mehr Daten darüber, welche Themen und Designs wirklich funktionieren.
Nutze am besten einen realistischen Plan, den du langfristig durchhältst. Auch, wenn du täglich pinnst, musst du nicht täglich online sein, sondern kannst deine Pins bequem über den Pinterest Scheduler vorplanen. Auch externe Tools können das Pinnen für dich übernehmen. Die aktuell besten Tools dafür sind Tailwind (Affiliate-Link) oder der Pin Generator.
#4 Keywords
Mit dem Wissen, dass Pinterest eine Suchmaschine ist, verstehst du sicher, dass Keywords – also Schlagwörter – auf Pinterest zu den wichtigsten Dingen gehören. Mach dir für die Begriffe, für die du gefunden werden möchtest, eine Liste und setze diese Worte hier ein:
- In deinem Profilnamen,
- in deiner Profilbeschreibung,
- in deinen Board-Beschreibungen und -Titeln und
- in deinen Pin-Beschreibungen und -Titeln.
Einen ausführlichen Beitrag zu Keywords findest du hier. Diese Schlagwörter sind essenziell, denn andere Nutzer finden deine Inhalte darüber.
Ein guter Start ist die Pinterest-Suchleiste. Dort siehst du, welche Begriffe Pinterest selbst ergänzt. Diese Vorschläge zeigen dir, wonach Nutzer tatsächlich suchen.
Wenn du auf Pinterest wachsen willst, beginne nicht mit der Frage „Wie bekomme ich mehr Follower?“, sondern mit der Frage: „Wonach sucht meine Zielgruppe?“
#5 Geduld
Wer glaubt, auf Pinterest komme der Erfolg über Nacht, der hat sich für den falschen Kanal entschieden.
Denk hier wieder an Google: auch da bist du nicht nach kurzer Zeit auf der ersten Seite der Suchergebnisse (manchmal sogar nie), doch, wenn du es geschafft hast, kannst du erwarten, dass du darüber regelmäßig Klicks bekommst.
So ist es auch auf Pinterest!
Es kann schon auch mehr als sechs Monate dauern, doch dann kommen stetig neue Besucher auf deine Webseite. Denn deine schönen Pins verschwinden nicht im Nirwana des Internets, sondern sind langlebig und können auch nach Monaten und Jahren Klicks erzeugen.
Was ist mit Hashtags?
Hashtags spielen auf Pinterest nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger sind klare Keywords in deinem Titel, deiner Beschreibung und deinen Boards.
Du kannst ein oder zwei passende Hashtags ergänzen, aber sie sollten nie das Herzstück deiner Strategie sein. Verlasse dich lieber auf gute Keyword-Recherche und saubere Themenzuordnung. Pinterest selbst erlaubt Hashtags in Beschreibungen zwar weiterhin, macht aber zugleich deutlich, dass Titel, Beschreibung, Themenbezug und Auffindbarkeit der Pins zentral sind.
Wann werden Follower doch relevant?
Die ehrliche Antwort: selten und vor allem sollte das nicht dein primäres Ziel sein.
Follower können hilfreich sein, wenn du dir mit der Zeit eine wiedererkennbare Marke aufbaust oder wenn Menschen deine Inhalte regelmäßig sehen und speichern möchten. Sie können also ein positives Signal für Bindung und Wiedererkennung sein.
Aber sie sind nicht der Hebel, mit dem du Pinterest-Reichweite startest. Follower sind meist ein Nebenprodukt davon, dass du hilfreiche Inhalte veröffentlichst, regelmäßig pinnst und deine Themen gut aufbereitest.
Oder anders gesagt: Gute Pinterest-Arbeit bringt oft Follower mit sich. Eine hohe Follower-Zahl allein bringt dir dagegen noch keine gute Pinterest-Performance.
Fazit: Auf Pinterest brauchst du nicht zuerst Follower, sondern eine Strategie
Wenn du auf Pinterest erfolgreich werden willst, solltest du nicht zuerst versuchen, deine Follower-Zahl künstlich nach oben zu treiben.
Viel sinnvoller ist es, dich auf diese Fragen zu konzentrieren:
- Welche Themen sucht meine Zielgruppe?
- Welche Keywords passen dazu?
- Wie gestalte ich Pins, die sofort verstanden werden?
- Welche Inhalte bringen Klicks auf meine Website?
- Wie kann ich regelmäßig guten Content veröffentlichen?
Pinterest belohnt Relevanz, Qualität und Konsistenz deutlich stärker als bloße Follower-Zahlen. Genau deshalb kannst du auch ohne große Community erfolgreich sein.
Follower sind auf Pinterest also nicht nutzlos, aber sie sind ganz sicher nicht das, womit du anfangen solltest.
Key Takeaways
- Auf Pinterest sind Follower nicht der wichtigste Erfolgsfaktor.
- Reichweite entsteht vor allem durch Keywords, gute Pins und thematische Relevanz.
- Auch neue Accounts mit wenigen Followern können sichtbar werden.
- Wichtiger als Follower sind Impressionen, Saves und Outbound Clicks.
- Wer regelmäßig hilfreiche Inhalte veröffentlicht, baut Reichweite oft ganz automatisch auf.
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