Pinterest bietet wie jedes andere Netzwerk Zahlen, die für andere sichtbar sind. Früher sahen Außenstehende die Anzahl der Follower – seit einiger Zeit sind es die monatlichen Betrachter. Warum sagen beide Zahlen nichts aus?

Pinterest Betrachter – warum diese Zahl über die tatsächliche Reichweite nichts aussagt

Die Jagd nach immer höheren Zahlen an Followern, Betrachtern, Visits ist ab dem Zeitpunkt eröffnet, sobald man eine Webseite betreibt. Denn mehr Follower bedeuten mehr Traffic – also Zugriffe – eine höhere Reichweite, Autorität und bei monetarisierten Seiten schlussendlich auch mehr Geld.

Dass mehr Follower auch mehr Zugriffe heißt, ist schon lange nicht mehr der Fall. Auf Facebook kämpfen große Seiten schon seit einiger Zeit mit sinkender organischer Reichweite. Und sinkende Reichweite bedeutet auch weniger Traffic über dieses Social Media -trotz einer hohen Followerzahl.

Pinterest hat vor einiger Zeit die Zahl der Follower darum aus dem Fokus genommen. Pinner, die schon tiefer in der Materie Pinterest sind, wissen, dass die Anzahl der Follower mit den tatsächlichen Zugriffen nicht in Zusammenhang stehen. Denn Pinterest ist eine Suchmaschine!

Jetzt sind aktuell die monatlichen Betrachter im Rampenlicht.

In meiner Facebook-Gruppe zu Pinterest kommen immer wieder aufgeregte Fragen wie „Meine Betrachter sind abgerauscht! Hilfe, bei wem ist das noch so?“ oder „Hilfe, meine Reichweite ist gestern auf Null zurückgegangen!! Was soll ich tun?“.

Die Antwort: cool bleiben! Denn eine hohe Anzahl monatlicher Betrachter steht nicht im Verhältnis zum echten Traffic!

Abgesehen davon sind die Pinterest Analytics leider oft fehlerhaft bzw. gibt es sogar Bugs, wenn im Hintergrund an der Seite geschraubt wird.
Manche Pinner jagen einer hohen Zahl an Betrachtern nach, um populärer und größer zu erscheinen. Oft ist der Grund, um möglichst eindrucksvolle Zahlen im Media Kit zu haben.

Dafür werden haufenweise Boards angelegt und Pins gepinnt, die mit dem eigenen Blog oder Business und der eigenen Zielgruppe wenig zu tun haben. Alles nur, um diese Zahl in die Höhe zu bringen. Denn wer alles pinnt, hat natürlich auch eine höhere Reichweite.

Ein Beispiel: Mein Account behandelt natürlich alles rund um Pinterest, Social Media und Business. Abgesehen von Boards zu diesen Themen gibt es noch solche, die im weitesten Sinn dazu passen: Ideen fürs Büro, Rezepte für Office Lunch.

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Einrichtungsideen für Badezimmer, Tipps zur Gartengestaltung oder Shoppingtipps hätten in meinem Account mit dem Fokus Pinterest & Selbstständigkeit nichts zu suchen. Würde ich zu dem noch DIY und Rezeptboards aller Art bespielen, wäre die Anzahl der Betrachter um einen großen Faktor höher. Denn dieser Content wird extrem oft gepinnt.

Doch diese Pins würden mir weder einen besseren Expertenstatus bringen, noch mehr Zugriffe auf meine Webseite. Und genau dies sollte bei einer professionellen Verwendung von Pinterest das Ziel sein. Sie möchten, dass Nutzer auf Ihre Inhalte klicken und nicht auf fremde!

>>> Dafür empfehle ich diese 7 essentiellen Pinterest Strategien.

Welche Zahl ist für Unternehmer und Blogger wichtig?

Für all jene, die Ihre Webseite professionell und seriös betreiben – egal ob sie monetarisiert wird oder nicht – sollten in erster Linie die eigenen Webseitenstatistiken wichtig sein.

Die meisten haben Google Analytics im Einsatz und mit diesem Tool können Sie einfach herausfinden, welche Pins Ihnen Zugriffe bringen und welche nicht.

Ebenso können Sie aus diesen Zahlen Strategien ableiten, die Ihnen helfen, neuen hochwertigen Content zu erstellen.

Erst wenn die Zugriffe, die Sie in Ihren internen Webseitenstatistiken sehen, über einen längeren Zeitraum sinken, ist Handlungsbedarf!

Achten Sie beim Vergleich aber unbedingt auch darauf, ob im Rahmen der DSGVO seit Mai 2018 und dem Opt-Out, Besucher noch gezählt werden. Eine 1:1 Gegenüberstellung der Zahlen kann in diesem Fall ebenso nicht ausreichend aussagekräftig sein.

Fokussieren Sie auf Ihre Zielgruppe

Meine Empfehlung ist daher eindeutig: Bauen Sie Ihren Account für Ihre Zielgruppe auf und rund um Ihr Business & Ihr Angebot. Geben Sie den Nutzern die Inhalte, die für sie relevant sind. Private Sammlungen stellen Sie einfach auf geheim, wenn Sie das im selben Account machen möchten.

Denn zielgerichteter Traffic auf Ihre Webseite ist wesentlich wertvoller als eine hohe Zahl an Betrachtern pro Monat. 

Und diesen Traffic müssen Sie, wenn Sie ein Online Business betreiben, „nur“ noch konvertieren – also zum Beispiel in Newsletteranmeldungen, Leads oder Verkäufe verwandeln.

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