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Alle, die schon länger auf Pinterest sind, kennen das: Pins, die sie vor Jahren gepinnt haben, sollten überarbeitet werden. Doch wie geht man dabei am besten vor?

Was ist Content Repurposing?

Der Begriff Content Repurposing geistert seit einiger Zeit in Blogger-Kreisen als Allheilmittel gegen Schreibfrust herum. Content Ersteller setzen sich oftmals selbst extrem unter Druck mit unrealistischen Zeit- und Mengenvorgaben und verlieren so die Lust am Erstellen von hochwertigen Inhalten.

So meinen manche, dass Content Repurposing einfach ein wenig Umschreiben und neu formatieren sei. Das ist jedoch ein normales Aktualisieren, das in jeder guten Content Strategie bei den wichtigsten Inhalten regelmäßig gemacht werden sollte.

Content Repurposing ist nicht nur ein kleines Face-Lift. Es ist eine Gesichtsoperation mit anschließender kosmetischer Intensivbehandlung. Denn wenn Content Repurposing richtig gemacht wird, ist der neue Inhalt nicht mehr wirklich mit dem alten vergleichbar.

Content Repurposing ist nicht, einen Facebook Beitrag auch auf Instagram zu veröffentlichen. Sondern es ist beispielsweise aus einer Umfrage in einer Facebook-Gruppe eine Infografik zu machen und die dann wiederum für die unterschiedlichen Social Media Kanäle in der richtigen Größe aufzubereiten.

Bei Claudia Heimgartner finden Sie beispielsweise eine ausführliche Beschreibung, wie sie mittels Content Repurposing ihre E-Books geschrieben hat.

Content Repurposing für Pinterest

Pinterest ist ein langlebiger Traffic-Kanal. Das bedeutet, dass auch Pins, die Sie vor Jahren gepinnt haben, heute und in der Zukunft gute Zugriffe bringen können.

Wenn der Inhalt nicht mehr aktuell ist, können Sie den entsprechenden Beitrag natürlich löschen und den Link auf einen aktuellen Beitrag umleiten (per 301-Redirect). Die bessere Variante – auch für SEO – ist, den alten Inhalt neu zu gestalten und für Pinterest zu optimieren.

Denn für Ihre generelle Content-Strategie ist es essentiell, dass Leser bei Ihnen den besten Inhalt zu dem gewünschten Thema finden.

Schritt 1 – Content identifizieren

Pinterest ist ein saisonaler Kanal. Ebenso, wie Sie neue Inhalte rechtzeitig online bringen sollten, damit diese auf Pinterest einen Effekt haben, genauso verhält sich das bei Inhalten, die Sie einem Content Repurposing unterziehen möchten.

Wenn Sie Google Analytics nutzen (oder ein anderes gutes Tool zur Auswertung Ihrer Webseitenzugriffe), dann schauen Sie sich die Daten und Zugriffe der entsprechenden Zeit im Vorjahr (oder auch vor zwei Jahren) an und identifizieren Sie so die Inhalte, die Ihnen in der vergangenen Saison guten Traffic gebracht haben.

auch interessant:  Mehr Traffic über Pinterest mit saisonalen Inhalten

Schritt 2 – Content auf Aktualität prüfen

Unterziehen Sie nun die so identifizierten Inhalte einer kritischen Prüfung auf Aktualität. Entfernen Sie alles, was nicht mehr aktuell oder relevant ist. Prüfen Sie ebenso die verwendeten Keywords und fügen Sie weitere hinzu.

Prüfen Sie alle Links und fügen Sie neue interne Links ein.

Schritt 3 – Bilder aktualisieren

Haben sich die Bildformate seit der letzten Aktualisierung geändert? Haben Sie die richtigen Größen für die Social Media Kanäle hinterlegt. Wenn nein, ist das ein sehr wichtiger Punkt in diesem Prozess.

Schritt 4 – Handlungsaufforderung prüfen

Hat Ihr Inhalt eine klare Handlungsaufforderung? Ist das Ziel klar und eindeutig definiert? Wissen Sie, was Sie mit diesem Inhalt erreichen möchten? Sollen damit die Newsletteranmeldungen gesteigert werden oder möchten Sie ein entsprechendes Produkt promoten?

Jeder neue Inhalt und jeder alte Inhalt, mit dem Sie sich beschäftigen, sollte einem klaren Ziel dienen: nämlich Ihren Expertenstatus zu stärken und Ihre Verkäufe zu unterstützen. Denn, wenn Sie nicht aus Liebhaberei Content erstellen, sollte das Ihre Prämisse sein.

Schritt 5 – neue Grafiken erstellen

Pinterest hat vor allem 2019 einige neue Formate eingeführt. So sind nun Story Pins und Video Pins möglich und bekommen zusätzliche Reichweite.

Das bedeutet für Sie, nicht nur neue Pins in der richtigen Größe zu erstellen, sondern Ihre Inhalte auch für die neuen Formate neu aufzubereiten.

Hier finden Sie ein paar Anregungen für neue Pins:

  • Machen Sie aus einem Blogartikel eine Infografik im Listenformat.
  • Bauen Sie aus den Highlights eines Videos eine Infografik.
  • Erstellen Sie aus einer Schritt-für-Schritt Anleitung eine Checkliste zum Download, die Sie im Pin hervorheben.
  • Sie haben ein Facebook-Live zum Thema? Erstellen Sie daraus einen Video Pin.
  • Verknüpfen Sie mehrere Beiträge, die zueinander passen über einen Story Pin. Hier sehen Sie ein Beispiel zum Thema Pinterest Gruppenboards.

Claudia Heimgartner hat einen weiteren empfehlenswerten Artikel online, wie Sie mehr Reichweite durch unterschiedliche Formate erhalten.

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Schritt 6 – Promotion, Promotion, Promotion

Sie sollten 20% der veranschlagten Zeit auf die Erstellung Ihrer Inhalte verwenden und 80% auf die Promotion.

Bringen Sie Ihre neuen Inhalte auf Pinterest, promoten Sie diese in Gruppenboards und in Tribes. Natürlich sollten Sie auch die Social Media, die Sie verwenden, nutzen und Ihren Newsletter, um die Leser auf Ihren Content aufmerksam zu machen.

Welche Möglichkeiten nutzen Sie, um Ihren Content für Pinterest zu recyclen? Verraten Sie diese doch in einem Kommentar!

 

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