Aktualisiert: 19. August 2022


Alle, die schon länger auf Pinterest sind, kennen das: Pins, die sie vor Jahren gepinnt haben, sollten überarbeitet werden. Doch wie geht man dabei am besten vor?

Was ist Content Repurposing?

Der Begriff Content Repurposing geistert seit einiger Zeit in Blogger-Kreisen als Allheilmittel gegen Schreibfrust herum. Content Ersteller setzen sich oftmals selbst extrem unter Druck, mit unrealistischen Zeit- und Mengenvorgaben und verlieren so die Lust am Erstellen von hochwertigen Inhalten.

So meinen manche, dass Content Repurposing einfach ein wenig Umschreiben und neu formatieren sei. Das ist jedoch ein normales Aktualisieren, das in jeder guten Content-Strategie bei den wichtigsten Inhalten regelmäßig gemacht werden sollte.

Content Repurposing ist nicht nur ein kleines Facelift. Es ist eine Gesichtsoperation mit anschließender kosmetischer Intensivbehandlung. Denn wenn Content Repurposing richtig gemacht wird, ist der neue Inhalt nicht mehr wirklich mit dem alten vergleichbar.

Content Repurposing ist nicht, einen Facebook Beitrag auch auf Instagram zu veröffentlichen. Sondern es ist beispielsweise aus einer Umfrage in einer Facebook-Gruppe eine Infografik zu machen und die dann wiederum für die unterschiedlichen Social-Media-Kanäle in der richtigen Größe aufzubereiten.

Bei Claudia Heimgartner findest du beispielsweise eine ausführliche Beschreibung, wie sie mittels Content Repurposing ihre E-Books geschrieben hat.

Content Repurposing für Pinterest

Pinterest ist ein langlebiger Traffic-Kanal. Das bedeutet, dass auch Pins, die du vor Jahren gepinnt hast, heute und in der Zukunft gute Zugriffe bringen können.

Wenn der Inhalt nicht mehr aktuell ist, kannst du den entsprechenden Beitrag natürlich löschen und den Link auf einen aktuellen Beitrag umleiten (per 301-Redirect). Die bessere Variante – auch für SEO – ist, den alten Inhalt neu zu gestalten und für Pinterest zu optimieren.

Denn für deine generelle Content-Strategie ist es essenziell, dass Leser bei dir den besten Inhalt zu dem gewünschten Thema finden.

Schritt 1 – Content identifizieren

Pinterest ist ein saisonaler Kanal. Ebenso, wie du neue Inhalte rechtzeitig online bringen solltest, damit diese auf Pinterest einen Effekt haben, genauso verhält sich das bei Inhalten, die du einem Content Repurposing unterziehen möchtest.

Wenn du Google Analytics nutzt (oder ein anderes gutes Tool zur Auswertung deiner Webseitenzugriffe), dann schau dir die Daten und Zugriffe der entsprechenden Zeit im Vorjahr (oder auch vor zwei Jahren) an und identifiziere so die Inhalte, die dir in der vergangenen Saison guten Traffic gebracht haben.

Schritt 2 – Content auf Aktualität prüfen

Unterziehee nun die so identifizierten Inhalte einer kritischen Prüfung auf Aktualität. Entfernee alles, was nicht mehr aktuell oder relevant ist. Prüfe ebenso die verwendeten Keywords und füge weitere hinzu.

Prüfe alle Links und füge neue interne Links ein.

Schritt 3 – Bilder aktualisieren

Haben sich die Bildformate seit der letzten Aktualisierung geändert? Hast du die richtigen Größen für die Social-Media-Kanäle hinterlegt. Wenn nein, ist das ein sehr wichtiger Punkt in diesem Prozess.

Schritt 4 – Handlungsaufforderung prüfen

Hat dein Inhalt eine klare Handlungsaufforderung? Ist das Ziel klar und eindeutig definiert? Weißt du, was du mit diesem Inhalt erreichen möchtest? Sollen damit die Newsletteranmeldungen gesteigert werden oder möchtest du ein entsprechendes Produkt promoten?

Jeder neue Inhalt und jeder alte Inhalt, mit dem du dich beschäftigst, sollte einem klaren Ziel dienen: nämlich deinen Expertenstatus zu stärken und deine Verkäufe zu unterstützen. Denn, wenn du nicht aus Liebhaberei Content erstellst, sollte das deine Prämisse sein.

Schritt 5 – neue Grafiken erstellen

Pinterest hat vor allem 2019 einige neue Formate eingeführt. So sind nun Idea Pins (ehem. Story Pins) und Video Pins möglich und bekommen zusätzliche Reichweite.

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Das bedeutet für dich, nicht nur neue Pins in der richtigen Größe zu erstellen, sondern deine Inhalte auch für die neuen Formate neu aufzubereiten.

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Hier findest du ein paar Anregungen für neue Pins:

  • Mach aus einem Blogartikel eine Infografik im Listenformat.
  • Baue aus den Highlights eines Videos eine Infografik.
  • Erstelle aus einer Schritt-für-Schritt-Anleitung eine Checkliste zum Download, die du im Pin hervorhebst.
  • Du hast ein Facebook-Live zum Thema? Erstelle daraus einen Video Pin.
  • Verknüpfe mehrere Beiträge, die zueinander passen, über einen Idea Pin.

Claudia Heimgartner hat einen weiteren empfehlenswerten Artikel online, wie du mehr Reichweite durch unterschiedliche Formate erhältst.

Schritt 6 – Promotion, Promotion, Promotion

Du solltest 20 % der veranschlagten Zeit auf die Erstellung deiner Inhalte verwenden und 80 % auf die Promotion.

Bring deine neuen Inhalte auf Pinterest, promote diese in Gruppenboards und in Tailwind Communities. Natürlich solltest du auch die Social Media, die du verwendest, nutzen und deinen Newsletter, um die Leser auf deinen Content aufmerksam zu machen.

Welche Möglichkeiten nutzt du, um deinen Content für Pinterest zu recyclen? Verrate diese doch in einem Kommentar!