
Pinterest und Amazon rücken näher zusammen. Für Creator bedeutet das: Amazon-Produkte können direkt in Pinterest-Pins getaggt und mit Affiliate-Links verknüpft werden. Damit wird es deutlich einfacher, Pinterest nicht nur für Traffic, sondern auch für Affiliate-Marketing zu nutzen. Doch einfach Produkte auf Pinterest zu stellen, reicht nicht.
Im Gegenteil: Pinterest empfiehlt ausdrücklich Inhalte, bei denen nicht das Produkt, sondern die Idee im Mittelpunkt steht.
Key Takeaways
- Du kannst deine Amazon-Storefront mit deinem Pinterest-Profil verbinden.
- Amazon-Produkte lassen sich direkt in deinen Pinterest-Pins taggen.
- Deine Amazon-Affiliate-ID wird bei verknüpften Produkten automatisch ergänzt.
- Reine Produktbilder sind nicht die beste Strategie: Pinterest empfiehlt Pins, die ein Produkt in eine konkrete Idee einbetten.
- Collagen eignen sich besonders gut, um mehrere Produkte rund um ein Thema zu zeigen.
- Pinterest empfiehlt regelmäßig neue Affiliate-Inhalte und einen Mix aus Evergreen-, saisonalen und Trend-Themen.
- Für eine getrennte Auswertung deiner Pinterest-Umsätze solltest du bei Amazon eine eigene Tracking-ID für Pinterest verwenden.
- Auch bei automatisch importierten Instagram-Inhalten bleiben Pinterest-SEO und die Optimierung von Titel und Beschreibung wichtig.
So funktioniert Amazon-Affiliate-Marketing auf Pinterest
Das Prinzip von Affiliate-Marketing ist denkbar einfach! Du empfiehlst ein Produkt und erhältst eine Provision, wenn jemand über deinen Affiliate-Link bei Amazon etwas kauft.
Genau diesen Prozess wollen Pinterest und Amazon nun einfacher machen.
Bisher musstest du Produkte suchen, Affiliate-Links erstellen und diese anschließend selbst in deinen Content einbauen. Durch die Verbindung zwischen Pinterest und dem Amazon-Influencer-Programm werden mehrere dieser Schritte direkt in Pinterest erledigt.
Voraussetzung dafür ist die Teilnahme am Amazon Influencer Program und die Verbindung deiner Amazon-Storefront mit Pinterest.
#1 Amazon-Storefront mit Pinterest verbinden
Die Amazon-Storefront ist deine eigene Empfehlungsseite innerhalb von Amazon. Dort kannst du Produkte, Listen, Fotos, Videos und andere Empfehlungen sammeln. Die Storefront kannst du mit deinem Pinterest-Profil verbinden. Dazu verbindest du in den entsprechenden Einstellungen deine Amazon-Storefront mit Pinterest.
Sobald die Verbindung hergestellt ist, kannst du Amazon-Produkte direkt beim Erstellen deiner Pins auswählen. Zusätzlich kannst du Pinterest-Inhalte mit deiner Storefront synchronisieren. Dabei kannst du entscheiden, ob deine Pins zunächst als Entwürfe übernommen oder direkt veröffentlicht werden sollen. Damit entsteht eine Verbindung in beide Richtungen: Pinterest kann Menschen zu deinen Amazon-Empfehlungen führen und Pinterest-Inhalte können gleichzeitig Teil deiner Amazon-Storefront werden.
#2 Amazon-Produkte direkt in Pinterest-Pins taggen
Noch interessanter wird die Integration beim Erstellen eines Pins. Wenn deine Amazon-Storefront mit Pinterest verbunden ist, kannst du beim Erstellen eines Pins über die Funktion zum Hinzufügen von Produkten direkt nach passenden Amazon-Produkten suchen.
Du kannst auch mehrere Produkte mit einem Pin verknüpfen. Pinterest ergänzt dabei automatisch deine Amazon-Affiliate-ID. Du musst den Affiliate-Link also nicht für jedes einzelne Produkt separat erstellen und einfügen. Klickt jemand auf das Produkt, gelangt er zu Amazon. Kommt es zu einem Kauf, erhältst du entsprechend den Bedingungen des Amazon-Influencer-Programms eine Provision.

#3 Affiliate-Pins sollten keine Produktwerbung sein
Das ist einer der wichtigsten Punkte aus dem Webinar, das Pinterest dazu im September 2026 gemacht hat. Pinterest empfiehlt ausdrücklich nicht, einfach ein freigestelltes Produkt nach dem anderen zu pinnen.
Affiliate-Content soll auch weiterhin das tun, wofür Menschen Pinterest verwenden: eine Idee liefern.
Das solltest du so nicht tun: Hier ist eine Vase. Kauf diese Vase.
Das solltest du eher tun: 5 Ideen für einen gedeckten Weihnachtstisch
Und innerhalb dieses Pins können Vase, Kerzenhalter, Servietten und Geschirr als Produkte verknüpft werden.
Pinterest nennt beispielsweise Inhalte wie:
- Outfit-Ideen
- Room Makeovers
- Routinen
- Geschenkideen
- Starter Kits
- Packlisten
- Produktzusammenstellungen
- Anwendungsbeispiele
Das Produkt steht also nicht unbedingt am Anfang der Content-Idee.
Zuerst kommt die Frage: Was möchte der Pinterest-Nutzer erreichen?
Und erst danach: Welche Produkte braucht er dafür?
Genau das entspricht auch der normalen Pinterest-Nutzung. Menschen suchen nicht ausschließlich nach einem bestimmten Produkt. Sie suchen nach Ideen, Lösungen und Inspiration.
#4 Collagen werden für Affiliate-Marketing besonders interessant
Pinterest hebt im Webinar Collagen-Pins besonders hervor.
Das ist nachvollziehbar, denn eine Collage bietet dir die Möglichkeit, mehrere Produkte in einen gemeinsamen Kontext zu stellen. Statt fünf einzelne Pins für fünf Produkte zu erstellen, kannst du beispielsweise einen Pin erstellen wie: „Alles, was du für einen gemütlichen Herbstabend brauchst“.
Darauf zeigst du vielleicht eine Decke, eine Tasse, eine Lampe, ein Buch und ein gemütliches Kissen.
Die Produkte ergeben gemeinsam eine Idee. Laut Pinterest erzielen Collagen etwa doppelt so viele Saves wie andere Pin-Arten.
Gerade für Affiliate-Marketing sind sie daher interessant, weil du nicht nur ein einzelnes Produkt empfiehlst, sondern eine vollständige Lösung oder Inspiration präsentieren kannst.
#5 Regelmäßig neue Affiliate-Pins erstellen
Auch für Affiliate-Content gilt das, was Pinterest generell empfiehlt: regelmäßig neue Inhalte veröffentlichen.
Pinterest spricht im Webinar davon, Produkt-Pins mehrmals pro Woche zu veröffentlichen. Das bedeutet aber nicht, dass du jedes Mal komplett neuen Content produzieren musst.
Du kannst:
- vorhandene Inhalte wiederverwenden,
- ein bestehendes Thema neu gestalten,
- aus einer Idee mehrere Pins erstellen,
- Inhalte anderer Plattformen für Pinterest adaptieren,
- ältere erfolgreiche Themen neu aufgreifen.
Entscheidend ist, dass regelmäßig frischer Content zu deinen relevanten Themen entsteht.
Dabei empfiehlt Pinterest weiterhin einen Mix aus:
- Evergreen Content: Themen, die das ganze Jahr relevant sind.
- Saisonalem Content: Weihnachten, Herbst, Schulbeginn, Hochzeitssaison und ähnliche wiederkehrende Themen.
- Trends: Themen, deren Suchvolumen aktuell zunimmt.
Für die Recherche kannst du Pinterest Trends verwenden.
#6 Affiliate Content frühzeitig veröffentlichen
Gerade bei saisonalen Themen solltest du nicht darauf warten, bis die Saison unmittelbar vor der Tür steht.
Pinner planen. Im Webinar wurde Weihnachten als Beispiel genannt: Die ersten relevanten Suchanfragen beginnen teilweise bereits im September.
Wenn du also Affiliate Content für Weihnachtsgeschenke erstellen möchtest, solltest du nicht erst im Dezember anfangen. Das gilt natürlich genauso für andere saisonale Themen.
Überlege dir rechtzeitig:
- Wann beginnt die Suche nach meinem Thema?
- Welche Fragen stellen sich Nutzer in dieser Phase?
- Welche Produkte helfen ihnen dabei?
- Welche Inhalte kann ich rund um diese Suchintention erstellen?
Das Produkt ist dabei immer nur ein Teil der Content-Strategie.
#7 Verwende eine eigene Amazon Tracking-ID für Pinterest
Ein wichtiger Punkt wurde erst im Fragenblock des Webinars angesprochen. Wenn du die automatische Amazon-Produktverknüpfung auf Pinterest verwendest, kannst du in deinem Amazon-Reporting nicht automatisch erkennen, welche Verkäufe über Pinterest entstanden sind.
Wenn du das genau auswerten möchtest, solltest du deshalb für Pinterest eine eigene Tracking-ID bei Amazon verwenden. Amazon empfiehlt grundsätzlich getrennte Tracking-IDs für unterschiedliche Kanäle.
Damit kannst du besser erkennen, welcher Kanal Klicks und Umsätze bringt. Gerade wenn du Affiliate-Marketing strategisch betreiben möchtest, ist diese Trennung wichtig. Sonst weißt du zwar, dass Amazon-Provisionen entstanden sind, aber nicht unbedingt, welcher Kanal dafür verantwortlich war.
#8 Instagram-Inhalte nicht einfach unverändert übernehmen
Pinterest ermöglicht es, Instagram mit dem Pinterest-Account zu verbinden und Inhalte automatisch zu importieren. Auch Carousel-Posts werden dabei inzwischen als zusammenhängender Carousel-Pin übernommen.
Das spart natürlich Arbeit. Pinterest weist im Webinar allerdings ausdrücklich darauf hin, automatisch importierte Inhalte anschließend zu optimieren. Denn ein Instagram-Post ist nicht automatisch ein guter Pinterest-Pin.
Vor allem Titel und Beschreibung solltest du prüfen und um den notwendigen Kontext ergänzen. Verwende Keywords, nach denen deine Zielgruppe tatsächlich auf Pinterest sucht und beschreibe klar, worum es im Inhalt geht. Das gilt auch dann, wenn das Bild oder Video ursprünglich für Instagram erstellt wurde. Automatisierung ersetzt Pinterest-SEO nicht!
Was bedeutet die Amazon-Integration für deine Pinterest-Strategie?
Die neue Integration macht Affiliate-Marketing auf Pinterest technisch deutlich einfacher. Strategisch ändert sie aber weniger, als man auf den ersten Blick glauben könnte. Denn die wichtigste Frage bleibt: Wonach sucht dein Nutzer und welche Idee hilft ihm weiter?
Wenn du daraus einen hilfreichen Pin entwickelst, kannst du passende Produkte integrieren. Der falsche Weg wäre, deine Pinterest-Strategie jetzt umzudrehen und möglichst viele Amazon-Produkte zu veröffentlichen. Denn Pinterest ist weiterhin eine visuelle Such- und Inspirationsplattform. Ein guter Affiliate-Pin wedelt nicht mit dem Produkt vor der Nase des potenziellen Käufers, sondern gibt dem User eine Idee und das passende Produkt, um diese Idee umzusetzen.
Genau an dieser Stelle werden Pinterest und Affiliate-Marketing interessant.
Häufige Fragen zu Amazon Affiliate Marketing auf Pinterest
Kann ich Amazon-Produkte direkt in Pinterest-Pins verlinken?
Ja, wenn du am Amazon Influencer Program teilnimmst und deine Amazon-Storefront mit Pinterest verbunden hast, kannst du beim Erstellen eines Pins passende Amazon-Produkte auswählen und taggen.
Muss ich den Amazon-Affiliate-Link selbst erstellen?
Bei der beschriebenen Integration wird deine Affiliate-ID automatisch zu den über Pinterest ausgewählten Amazon-Produkten hinzugefügt.
Kann ich mehrere Amazon-Produkte in einem Pin markieren?
Ja, du kannst mehrere Produkte mit einem Pin verknüpfen. Das eignet sich besonders gut für Collagen, Geschenkideen, Outfits oder Produktzusammenstellungen.
Sollte ich einzelne Amazon-Produkte pinnen?
Du kannst das tun. Pinterest empfiehlt allerdings stärker ideenbasierte Inhalte, in denen Produkte in einen größeren Zusammenhang eingebettet werden. Statt nur ein Produkt zu zeigen, überlege dir beispielsweise ein Styling, eine Lösung, eine Anwendung oder eine Zusammenstellung.
Kann ich bestehende Pinterest-Pins nachträglich mit Produkten versehen?
Laut Pinterest sollte das grundsätzlich möglich sein. Im Webinar berichteten allerdings einzelne Teilnehmer von Problemen bei älteren Pins. In solchen Fällen wurde empfohlen, gegebenenfalls einen neuen Pin zu erstellen.
Kann ich sehen, wie viel Umsatz ich über Pinterest erzielt habe?
Nicht automatisch über die Produktverknüpfung. Wenn du Pinterest separat auswerten möchtest, solltest du bei Amazon eine eigene Tracking-ID für diesen Kanal verwenden.
Wie lange gilt das Amazon Affiliate Cookie?
Im Webinar wurde für qualifizierte Käufe grundsätzlich ein Cookie-Fenster von 24 Stunden genannt.
Funktionieren die Amazon-Links automatisch international?
Noch nicht vollständig. Im Webinar wurde erklärt, dass die Verfügbarkeit von Produkten vom jeweiligen Amazon-Marktplatz und Standort des Nutzers abhängt. Eine umfassendere globale Link-Lösung wurde als zukünftige Entwicklung angesprochen.
Pinterest Affiliate Marketing beginnt nicht beim Produkt Durch die Zusammenarbeit mit Amazon wird es für Creator wesentlich einfacher, Produkte direkt über Pinterest zu monetarisieren. Die spannende Veränderung ist aber nicht der Affiliate-Link. Es ist die Möglichkeit, Produkte direkt dort einzubauen, wo die Kaufentscheidung auf Pinterest häufig beginnt: bei einer Idee. Genau deshalb solltest du auch bei Affiliate-Pins nicht zuerst an Amazon denken. Denk zuerst an die Suche. An die Idee. Und an den Menschen, der auf Pinterest gerade versucht, herauszufinden, was er als Nächstes machen, kaufen oder umsetzen möchte. Das passende Produkt kommt danach.
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