Eine Frau, die ein weißes Oberteil mit dem Pinterest-Logo trägt, sitzt im Schneidersitz und meditiert; der deutsche Text über dem Bild lautet: "Warum Pinterest für mich Selfcare ist." Website: www.kaleidocom.at.

Du sitzt vor dem Laptop, es ist ein schlechter Tag, du hast wenig Energie und trotzdem müsstest du eigentlich „sichtbar sein“. Auf Instagram Stories posten, auf LinkedIn kommentieren, auf Facebook präsent sein. Denn wer nicht täglich zeigt, dass es sie gibt, wird nicht gesehen. Oder?

Genau an diesem Punkt hat sich für mich etwas Grundlegendes verändert. Seitdem ich Pinterest als meinen Haupt-Sichtbarkeitskanal nutze, ist Selbstausbeutung im Marketing für mich Geschichte. Pinterest ist für mich zu echter Selfcare geworden und ich möchte dir zeigen, warum das auch für dich gelten kann.

Warum Evergreen-Marketing auf Pinterest echte Selfcare ist

Als ich Rani Gindls Aufruf zur Blogparade Was ist Selfcare für dich? gelesen habe, war sofort klar, dass ich da zu Pinterest etwas schreiben muss.

Denn Pinterest ist kein Netzwerk auf Druck, wo es um Perfektion geht. Oder, wann du postest. Es ist ein positiver Ort im Internet, wo es um Ideen und Inspiration geht. Und genau das macht die Plattform für mich so wertvoll.

Der erste Satz in diesem Beitrag ist symptomatisch für mich. Denn ich bin keine, die Redaktionspläne wochenlang im Voraus schreibt. Wenn ich etwas zu sagen habe, dann poste ich das. Aktiv sein zu müssen, stresst mich. Dennoch will ich am Social-Media-Leben teilnehmen. 

Wie es ohne ist, habe ich gemerkt, als mein Facebook-Account knapp zwei Monate gesperrt/deaktiviert war. Ich bin mir vorgekommen wie in der Unterstufe, als alle von der Party geredet haben, zu der ich nicht gehen durfte.

Jetzt bin ich wieder Teil der Facebook-Party, aber ich möchte entscheiden, wann ich was poste. Wann ich meine Zeit in das Netzwerk stecke. Ich will auch nicht dauernd kommentieren müssen, damit ich sichtbar werde und bleibe, wie auf LinkedIn. 

Auf Pinterest ist das alles nicht nötig. Ich plane entspannt in den Co-workings der Smart Pinning Society meinen Content vor und habe den Rest der Zeit Ruhe.

Die Wahrheit über Sichtbarkeit: Sie kostet uns zu viel

Sichtbarkeit ist wichtig. Als Autorin, Coach, Dienstleisterin oder Shop-Betreiberin brauchst du Menschen, die dich finden. Doch die Art, wie wir aktuell Sichtbarkeit schaffen sollen, hat einen hohen Preis.

Der Social-Media-Grind bedeutet: Jeden Tag neuer Content. Jeden Tag präsent sein. Jeden Tag performant auftreten. Selbst wenn du müde bist, erschöpft, im Familienalltag feststeckst oder einfach mal einen schlechten Tag hast.

Diese Tagesform-Abhängigkeit ist das Gegenteil von Selfcare. Sie bedeutet, dass dein Business nur funktioniert, wenn du permanent Energie gibst. Wenn du ausfällst, fällt deine Sichtbarkeit aus. Das ist kein nachhaltiges System, sondern Selbstausbeutung mit Hochglanzfilter.

Wahre Selfcare in der Sichtbarkeit bedeutet: Systeme aufbauen, die auch dann für dich arbeiten, wenn du nicht kannst oder willst. (Oder alles auslagern.)

Pinterest als Selfcare-Plattform: Die drei Säulen

#1 Planbarkeit schützt deine Energie

Der erste Grund, warum Pinterest für mich Selfcare ist: Ich kann vorarbeiten. Und zwar so richtig. 

In der Smart Pinning Society gibt es Mitglieder, die über den Pin Generator zum Jahresanfang schon bis Juni vorausgeplant haben.

An einem produktiven Tag (und das Co-working ist immer produktiv), wenn ich Energie habe und in Flow bin, erstelle ich Pins für die nächsten Wochen. Ich plane sie vor und dann laufen sie automatisch. Mit Tools wie Tailwind, dem Pin Generator oder dem internen Scheduling von Pinterest kann ich Wochen im Voraus planen.

Das bedeutet konkret: Wenn ich einen schlechten Tag habe, muss ich nicht trotzdem performen. Wenn ich krank bin, läuft meine Sichtbarkeit weiter. Wenn ich im Urlaub bin oder schlichtweg einmal nicht mag, arbeitet Pinterest im Hintergrund für mich.

Diese Planbarkeit gibt mir eine Freiheit, die ich bei Instagram oder LinkedIn nie hatte. Dort herrscht der Druck des Jetzt: Jetzt posten, jetzt reagieren, jetzt präsent sein. Pinterest erlaubt mir, meine Arbeit zu batchen und dann loszulassen.

Batch-Content-Erstellung an meinen produktiven Tagen verändert das Business. Statt täglich unter Druck zu stehen, arbeite ich alle zwei Wochen konzentriert an meinen Pins und den Rest der Zeit kann ich mich auf andere Dinge konzentrieren, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

#2 Langzeitwirkung statt Tagesform-Abhängigkeit

Der zweite Grund ist noch wichtiger: Meine Pins arbeiten langfristig für mich. Ein Pin, den ich heute erstelle, kann auch in sechs Monaten oder einem Jahr noch gefunden werden.

Das ist der fundamentale Unterschied zu anderen Plattformen. Ein Instagram-Post verschwindet nach 24 Stunden praktisch im Nirwana. Ein Facebook-Post hat eine Lebensdauer von wenigen Tagen. Aber Pinterest-Pins haben eine Halbwertszeit von Monaten oder Jahren. Zeig mir eine andere Plattform, die das kann!

Was bedeutet das für meine Selfcare?

Dass meine Arbeit sich langfristig auszahlt. Dass ich nicht im Hamsterrad gefangen bin, täglich neuen Content produzieren zu müssen, nur damit er dann sofort wieder verschwindet.

Pinterest ist keine Eintagsfliege, sondern ein langfristiger Marketingkanal. Jeder Pin ist wie ein kleiner Samen, der kontinuierlich wächst und Traffic generiert. Das macht Pinterest zu einem nachhaltigen Marketing-Investment – und genau das ist echte Selfcare im Business.

#3 Keine Persönlichkeits-Performance nötig

Der dritte Grund: Ich muss mich selbst nicht zeigen. Kein Druck für perfekte Selfies, keine Videos, in denen ich vor der Kamera stehen muss, keine Live-Formate, bei denen ich spontan brillant sein soll.

Pinterest fokussiert sich auf Inhalte und Mehrwert, nicht auf Persönlichkeit. Das bedeutet nicht, dass du keine Persönlichkeit zeigen darfst, aber du musst es nicht. Du kannst mit reinen Content-Pins arbeiten, mit Text-Grafiken, mit Produktbildern.

Für introvertierte Unternehmerinnen, für Menschen, die nicht im Rampenlicht stehen wollen, ist das eine Befreiung. Sichtbarkeit ohne Selbstausbeutung bedeutet auch: Sichtbarkeit in einer Form, die zu dir passt.

Warum Evergreen Content echte Selfcare ist

Evergreen Content – also zeitloser, dauerhaft relevanter Content – ist die Grundlage für Selfcare-Sichtbarkeit. Warum?

Weil du einmal erstellst und dauerhaft Wirkung erzielst. Statt täglich neue Content-Häppchen zu produzieren, konzentrierst du dich auf deine beste Arbeit. Auf Inhalte, die wirklich Mehrwert bieten und die auch in sechs Monaten noch relevant sind.

Das verändert nicht nur deinen Workflow, sondern auch deine Content-Qualität. Wenn du nicht unter Zeitdruck stehst, täglich etwas Neues zu posten, kannst du tiefer gehen. Besser recherchieren. Durchdachter gestalten.

Die Mathematik der Langfristigkeit ist einfach: Wenn ein Pin ein Jahr lang für dich arbeitet, hat er 365 Tage Zeit, Menschen zu erreichen. Ein Instagram-Post hat vielleicht 2 Tage. Das ist ein ROI-Faktor von über 180.

Weniger produzieren, mehr erreichen: das ist nicht nur smart, das ist Selfcare.

Sichtbarkeit für Autorinnen: Deine Bücher finden Leser, auch wenn du nicht postest

Als Autorin kennst du das: Du sollst präsent sein, dein Buch bewerben, ständig über dein Schreiben sprechen. Aber eigentlich willst du einfach nur schreiben.

Pinterest löst dieses Dilemma. Du erstellst Pins zu deinen Buchthemen, zu Zitaten aus deinem Buch, zu den Problemen, die dein Buch löst. Diese Pins arbeiten dann dauerhaft für dich und bringen Menschen auf deine Website oder deine Verkaufsseite.

Konkret kann das so aussehen:

  • Pins mit Buchzitaten als Text-Grafik
  • Pins zu Themen aus deinem Buch („5 Wege, um XY zu erreichen“)
  • Pins mit deinem Buchcover für verschiedene Zielgruppen
  • Pins zu Leserlisten („Die besten Bücher über XY“)
  • Pins zu deinem Newsletter mit Hintergrundinformationen

Das Schöne: Du erstellst diese Pins einmal und sie arbeiten Monate für dich. Auch wenn du gerade am nächsten Buch schreibst und keine Zeit für Marketing hast.

Sichtbarkeit für Coaches: Kunden finden dich über Lösungen und nicht über Daily Content

Als Coach bist du Expertin für ein bestimmtes Thema. Deine idealen Kunden haben konkrete Probleme und suchen nach Lösungen. Pinterest ist eine Suchmaschine und genau hier liegt die Magie.

Menschen suchen auf Pinterest nach „Selbstbewusstsein stärken“, „Berufliche Neuorientierung“, „Work-Life-Balance verbessern“. Wenn du zu diesen Themen Pins erstellst, die auf deine Inhalte verlinken, finden dich genau die Menschen, die deine Hilfe brauchen.

Der Unterschied zu Social Media: Diese Menschen sind bereits im „Ich will das lösen“-Modus. Sie scrollen nicht ziellos, sondern suchen aktiv. Das macht Pinterest-Traffic besonders wertvoll für Coaches.

Deine Pin-Strategie kann sein:

  • Problem-Lösungs-Pins zu deinen Coaching-Themen
  • Pins zu kostenlosen Ressourcen (Freebies, Webinare)
  • Evergreen-Pins zu deinen Podcast-Episoden oder Blogartikeln
  • Inspiration-Pins mit Zitaten oder Denkanstößen

Diese Pins führen zu deiner Website, wo Interessierte mehr über dich erfahren, sich in deinen Newsletter eintragen oder direkt ein Erstgespräch buchen können. Und das alles, während du mit deinen Kunden arbeitest, statt täglich Content zu produzieren.

Sichtbarkeit für E-Commerce: Shop-Traffic ohne tägliches Posting

Für Online-Shops ist Pinterest ein Traum. Pinterest-Nutzer haben eine konkrete Kaufabsicht: sie suchen nicht nur, sie wollen kaufen.

Die Statistiken zeigen: Pinterest-Nutzer geben mehr Geld aus als Nutzer anderer sozialer Netzwerke. Sie sind bereit zu investieren, weil sie gezielt nach Lösungen suchen.

Deine Produktfotografie nutzt du mehrfach:

  • Verschiedene Pin-Designs für dasselbe Produkt
  • Lifestyle-Pins, die dein Produkt in Aktion zeigen
  • Saisonale Pins, die du Monate im Voraus planst
  • Problem-Lösungs-Pins („Das perfekte Geschenk für XY“)

Der Selfcare-Aspekt: Du fotografierst deine Produkte einmal professionell und nutzt diese Bilder dann für Hunderte von Pins. Du musst nicht täglich neue Fotos machen oder neue Produkt-Posts erstellen.

Mit einem saisonalen Planungsrhythmus arbeitest du im Sommer bereits an deinen Weihnachts-Pins, im Herbst an deinen Frühlings-Pins. Diese strategische Vorausplanung nimmt den Stress aus dem Alltag und gibt dir Kontrolle zurück.

Sichtbarkeit für Dienstleisterinnen: Expertise zeigen ohne Performance-Druck

Als Dienstleisterin – egal ob Designerin, Texterin, Beraterin oder VA – ist deine Expertise dein Kapital. Auf Pinterest kannst du diese Expertise zeigen, ohne dich selbst inszenieren zu müssen.

Deine Pin-Strategie fokussiert sich auf:

  • Portfolio-Arbeit als Inspiration für potenzielle Kunden
  • Problem-Lösungs-Content („Wie du XY erreichst“)
  • Prozess-Einblicke („So funktioniert die Zusammenarbeit mit mir“)
  • Branchenspezifisches Wissen, das dich als Expertin positioniert

Das Geniale: Diese Pins arbeiten als Evergreen-Funnel für dich. Menschen, die nach Lösungen in deinem Bereich suchen, finden deine Pins, lernen dich kennen und nehmen Kontakt auf. Und das, ohne dass du täglich auf Social Media präsent sein musst.

Lead-Generierung im Autopilot ist möglich, wenn du strategisch Pins erstellst, die auf gut optimierte Landing-Pages oder zu deinem Portfolio führen.

Infografik vergleicht Social Media und Pinterest: Links Social-Media-Grind mit hohem Druck, Leistungszwang und kurzlebigen Inhalten, rechts Pinterest-System mit langfristiger Wirkung, Planbarkeit und Fokus auf Inhalte statt Personen.

Praktische Umsetzung: Dein Selfcare-Pinterest-System in 4 Schritten

Schritt 1: Keyword-Recherche als Basis

Pinterest ist eine Suchmaschine, deshalb sind Keywords der Schlüssel. Recherchiere, wonach deine Zielgruppe sucht. Nutze die Pinterest-Suchleiste, schaue dir verwandte Suchbegriffe an und notiere die wichtigsten Keywords für dein Business.

Diese Recherche machst du einmal gründlich und dann arbeitest du mit diesen Keywords für Monate.

Schritt 2: Content-Recycling etablieren

Aus einem Blogartikel kannst du Hunderte verschiedener Pins erstellen. Jeder Pin hebt einen anderen Aspekt hervor, nutzt unterschiedliche Keywords und spricht verschiedene Zielgruppen an.

Das ist maximale Effizienz: Der Aufwand für die Content-Erstellung ist minimal, aber die Reichweite multipliziert sich.

Schritt 3: Batching-Routine entwickeln

Plane einen festen Zeitslot pro Woche oder alle zwei Wochen, in dem du Pins erstellst und vorplanst. An produktiven Tagen kannst du so für Wochen vorarbeiten.

Tools wie Tailwind oder der Pin Generator helfen dir dabei, effizient zu arbeiten. Mein persönlicher Rekord liegt bei 82 Pins in 55 Minuten – erstellt und eingeplant.

Schritt 4: Geduld und Langfristigkeit

Pinterest ist kein Schnellstarter. Es dauert oft 3-5 Monate, bis Pins sichtbar Reichweite aufbauen. Aber genau das macht es zur Selfcare-Strategie: Du baust etwas auf, das langfristig trägt, statt kurzfristigen Hypes hinterherzulaufen.

Der Bonus: Pinterest ist ein positiver Ort

Zum Schluss möchte ich noch einen Aspekt ansprechen, der oft übersehen wird: Pinterest ist ein positiver Ort im Internet. Es gibt keinen Hate, keine negativen Kommentare, keine hitzigen Diskussionen. Es herrscht einfach Ruhe.

In einer Zeit, in der Social Media oft toxisch und stressig ist, ist Pinterest wie eine Oase. Menschen kommen hierher, um zu träumen, zu planen und sich inspirieren zu lassen – nicht um zu streiten.

Diese positive Atmosphäre macht die Arbeit mit Pinterest zu einem Vergnügen statt zu einer Pflicht. Und genau das ist der Kern von Selfcare: Dinge tun, die dir guttun, statt dich aufzureiben.

Dein nächster Schritt: Starte mit einem Pin

Sichtbarkeit ohne Selbstausbeutung ist möglich. Pinterest zeigt dir, wie. Du musst nicht perfekt starten, nicht mit Hunderten von Pins beginnen, nicht alles auf einmal können.

Fang klein an: Erstelle einen Pin zu deinem besten Content. Plane ihn vor. Beobachte, was passiert. Und dann erstelle den nächsten.

Mit jedem Pin, den du erstellst, baust du an einem System, das auch dann für dich arbeitet, wenn du nicht kannst oder willst. Das ist nicht nur smart, das ist echte Selfcare im Business.

Was wäre, wenn deine Sichtbarkeit nicht von deiner Tagesform abhängen würde? Pinterest macht genau das möglich. Probiere es aus und dein zukünftiges, ausgeruhtes Ich wird dir danken.

Du möchtest mit Pinterest starten und brauchst Unterstützung? Hol dir den kostenlosen E-Mail-Kurs und lerne, wie du Pinterest strategisch und entspannt für dein Business nutzt!

Eine Frau, die ein weißes Oberteil mit dem Pinterest-Logo trägt, sitzt im Schneidersitz und meditiert; der deutsche Text über dem Bild lautet: "Warum Pinterest für mich Selfcare ist." Website: www.kaleidocom.at.

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