Aktualisiert: 5. Januar 2023

Du hast viel Herzblut in deine Produkte und deinen Etsy-Shop gesteckt. Von dort aus sollen sie nun in die Hände begeisterter Kundinnen kommen.
Doch wie finden diese Menschen dich und deinen Shop?

Wie kommst du auf den Radar genau jener, die nach dem, was du anbietest, suchen?

Viele Shopbetreiber versuchen ihr Glück auf Facebook oder Instagram – nicht immer mit Erfolg. Denn Instagram ist „von Haus aus“ kein Traffic-Bringer, da man dort keine Links posten kann. Und Facebook lässt seit Jahren nach, was den gelieferten Traffic betrifft.

Auftritt: Eine Plattform, die nicht nur einen guten Ruf als Traffic-Lieferant, sondern auch eine stetig zunehmende Bedeutung im Bereich Online-Shopping hat, und von der du auf diesem Blog bestimmt schon gelesen hast 😉: Pinterest.

Warum Pinterest ideal für Online-Shopping ist

Was genau macht Pinterest aber zu einer so nützlichen Plattform für Online-Shops wie Etsy?

Menschen sind visuelle Wesen. Wir nehmen 80 % aller Informationen visuell wahr. Entsprechend gehen Nutzerinnen (jeglichen Geschlechtes) auf Pinterest als Plattform, die auf visuellen Inhalten basiert, um sich inspirieren zu lassen.

Pinterest ist außerdem kein soziales Netzwerk, sondern eine Suchmaschine, also durchsuchen die Nutzerinnen Pinterest nach Ideen, Tipps und sehr oft nach Produkten.

Die User möchten sich auf Pinterest Ideen holen, Anleitungen suchen und Lösungen finden. Sehr oft ist Pinterest der Impuls zum Kauf!

Dabei beinhalten 95 % der Top-Suchanfragen auf Pinterest keinen Markennamen. Das bedeutet: Es besteht noch keine Festlegung auf eine spezielle Marke oder es ist sogar gar keine Marke zu dem gesuchten Produkt bekannt.

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Hier haben also auch kleine Marken eine gute Chance, auf sich aufmerksam zu machen, ohne sofort gegen die übermächtige Konkurrenz großer Marken ankämpfen zu müssen.

Dementsprechend geben 77 % aller Pinterest-Nutzerinnen an, auf Pinterest neue Produkte oder Marken entdeckt zu haben. Aber beim Entdecken bleibt es nicht, denn auch die Motivation, umzusetzen, ist auf Pinterest hoch.

Schon lange werden Pinnwände als Wunschzettel genutzt, und zwar nicht nur für Geschenke, sondern alles über Outfits, Inneneinrichtung, DIY-Projekte bis zu Events wie Geburtstage oder Hochzeiten werden dort geplant.

Pinterest investiert sehr viel in seine Entwicklung in Richtung E-Commerce, immer neue Shopping-Möglichkeiten werden geschaffen und nach und nach eingeführt.

Tipp 1: Lerne deine Wunschkundin kennen

Willst du nun auf Pinterest neue Kundinnen anlocken, musst du diese Personen kennen. Und zwar so genau wie möglich!

Auf Pinterest – wie auch überall sonst im Netz – ist eine durchdachte Zielgruppenansprache sehr wichtig. Will heißen: Du musst dir im Klaren sein, wen genau du mit deinen Produkten und Inhalten ansprechen willst und was du ihnen sagen willst.

Denn: Sprichst du alle an, fühlt sich niemand angesprochen.

Viele Shops machen leider den Fehler, ihre Zielgruppe viel zu weit zu fassen. Der Gedanke dahinter ist zwar nachvollziehbar: „Wenn ich viele Personen anspreche, verkaufe ich auch viel mehr!“

Aber es ist genau das Gegenteil der Fall: Versuchst du, eine zu große Zielgruppe anzusprechen, wird deine Kommunikation beliebig und austauschbar. Das Resultat: Aus dieser großen Zielgruppe fühlt sich kaum jemand wirklich angesprochen.

Deine Zielgruppe ist nicht nur „Frauen zwischen 30 und 50“ oder, noch viel schlimmer, „Jeder, der sich mein Produkt leisten kann“.

Nein, denn du bist nicht austauschbar, du bist genau die Person, die das größte Bedürfnis deiner Zielgruppe am allerbesten erfüllen kann.

Du bietest genau das Produkt an, dass (Beispiel:) Frauen um die 40, die Wert auf Nachhaltigkeit und Slow Fashion legen und handgemachte Unikate aus Biostoffen, die sonst niemand hat, suchen, anspricht.

Fokussierst du dich genau auf diese Gruppe, wird deine Kommunikation bei ihr ins Schwarze treffen.

Und dass du nebenbei auch noch Interessenten aus anderen Zielgruppen gewinnen wirst (denn Konzentration auf eine Zielgruppe heißt nicht Ausschluss aller anderen!), ist dabei ein positiver Nebeneffekt.

Mach dir also Gedanken über deine ideale Wunschkundin.

  • Wie heißt sie, wie alt ist sie, was macht sie beruflich oder in ihrer Freizeit?
  • Welche Werte sind ihr wichtig?
  • Welches Bedürfnis hat sie, das du mit deinen Produkten erfüllen kannst?
  • Was könnte sie davon abhalten, bei dir zu kaufen?

Je besser du diese Person ausarbeitest, desto zielgenauer werden deine Produkte und Inhalte sie ins Herz treffen.

Tipp 2: Finde die richtigen Keywords

Wie ich bereits schrieb, ist Pinterest eine Suchmaschine. Und als solche sind Suchbegriffe (Keywords) von großer Bedeutung.
Unter welchen Keywords möchtest du auf Pinterest gefunden werden? Welche Keywords sind attraktiv, welche lohnen sich kaum?

Hier kommt erneut deine Wunschkundin zur Geltung: Mit welchen Suchbegriffen sucht deine Wunschkundin nach deinen Produkten? Das können ganz andere Begriffe sein als die, die jemand „vom Fach“ also du, benutzen würde.

Denke immer aus Kundensicht, wenn du ausarbeitest, welche Suchbegriffe für dich relevant sind.

Da du auf Pinterest gefunden werden willst, empfiehlt es sich, dort mit der Keywordrecherche zu beginnen:

In der Suchfunktion schlägt Pinterest dir häufig gesuchte Begriffe vor, wenn du beginnst, etwas in das Suchfeld zu schreiben (das sogenannte Auto-Complete oder Auto-Vervollständigung).

Achtung: Seit kurzem erfolgt die erste Suche immer in deinen eigenen Pins, bevor du im Drop-down-Menü am Suchfeld „alle Pins“ auswählen kannst.

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Auch Etsy selbst bietet die Auto-Vervollständigung an, mit dem du nach Keywords suchen kannst. Allerdings gilt hier (wie auch beim Auto-Complete auf Google), dass die Begriffe, die dir angezeigt werden, davon beeinflusst sein können, was du in letzter Zeit angesehen oder gesucht hast. Lege hierauf also keinen zu großen Schwerpunkt.

Eine weitere Keywordquelle ist der Keyword-Planer von Google (Teil des Werbedienstes Google Ads). Um ihn nutzen zu können, brauchst du dort ein kostenloses Konto. Dann bekommst du zu jedem Keyword das Suchvolumen und den Wettbewerb angezeigt und kannst zudem Zeitraum und Land auswählen. Auch weitere Keyword-Ideen werden vorgeschlagen.

Sammle alle attraktiven Keywords in einer Liste und benutze sie, um deinen Pinterest-Account zu optimieren:

Verwende die besten Keywords in deinem Account-Namen und der Account-Beschreibung. Hier stehen dir nur begrenzt Zeichen zur Verfügung, also dopple keine Keywords.

Wähle jeweils die besten Keywords zu einem Produkt, einer Produktkategorie, einem Anlass usw. als Titel für deine Pinnwände. Alle weiteren, passenden Keywords zum Thema der Pinnwand nutzt du in der Pinnwand-Beschreibung.

Die Titel und Beschreibungen deiner einzelnen Pins solltest du ebenfalls mit guten und vielfältigen Keywords anreichern.

Ein guter Nebeneffekt: Abseits von Pinterest kann dir die Keyword-Analyse auch Ideen für neue Produkte oder Inhalte geben.

Deine Keywordliste ist nie ganz fertig, also hebe sie gut auf und aktualisiere sie regelmäßig, z. B. wenn du neue Produkte/Produktkategorien hinzunimmst oder neue Trends aktuell werden.

Hashtags sind auf Pinterest übrigens nicht mehr aktuell!

Tipp 3: Bespiele Pinterest stets nach den aktuellen Empfehlungen

Was auf Pinterest gut funktioniert, verändert sich, so wie sich auch Pinterest verändert. Und das ist gut so!

Was vor drei Jahren der Goldstandard auf Pinterest war, kann heute bestenfalls zu miesen Ergebnissen, schlimmstenfalls zu einer Sperrung wegen Spam führen.

Auch die Empfehlungen, die ich dir hier gebe, werden irgendwann überholt sein. Darum ist es sehr wichtig, dass du deine Pinterest-Strategie immer wieder auf den neuesten Stand bringst.

Dies sind meine aktuellen Empfehlungen, wie du Pinterest bespielen solltest, um Traffic zu gewinnen:

  • Pinne regelmäßig. Pinterest funktioniert langfristig, daher denke eher in Monaten als in Wochen. Es gibt keine ideale Zahl, wie viele Pins du pro Tag pinnen solltest. Ich rate zu drei bis fünf, aber es gilt: Qualität vor Quantität und Regelmäßigkeit vor genauer Pin-Anzahl.
  • Pinne nur auf thematisch relevante Pinnwände. Maximal zehn Pinnwände werden empfohlen, ich rate aber zu deutlich weniger, und das mit mindestens fünf Tagen Abstand. Wenn du einen Link mehrfach pinnst, dann immer nur einmal pro Tag.
  • Immer aufs relevanteste Board zuerst pinnen, damit der Pinterest-Algorithmus das Thema des Pins treffend erfassen und den Pin ausspielen kann. Achte auch darauf, dass dein Bild zum Text hat. Pinterest ist eine Bildersuchmaschine und wertet natürlich auch das Bild aus.
  • Tooltipp: Nutze Tailwind für professionelles, regelmäßiges Pinnen und Einhaltung der aktuellen Empfehlungen. Damit kannst du Pinterest auch wunderbar automatisieren. So passt es spielend in deinen Alltag, weil du nicht immer online sein musst.
  • Miss regelmäßig den Erfolg deiner Pinterest-Aktivitäten. Beste Pins, welche Vorlagen werden am meisten geklickt etc. Optimiere deine Strategie mit diesen Erkenntnissen immer weiter.
  • Bleib stets auf dem Laufenden und verfolge die aktuellen Empfehlungen, was auf Pinterest gut funktioniert.

Pinterest für Etsy-Shops – nicht hart, aber smart!

Du siehst, wie viel Gutes Pinterest für deinen Etsy-Shop bewirken kann. Doch auch dort gilt: „Work smart, not hard“!

Einen klasse Pinterest-Auftritt zu betreuen, muss nicht zeitintensiv sein, aber es ist ausnehmend wichtig, dass du das Richtige tust.

Eine gute strategische Basis, die richtigen Keywords, attraktive Pins, regelmäßige Aktivität und stets ein Auge auf die aktuellen Empfehlungen – beherzigst du diese Punkte, steht deinem Pinterest-Erfolg nichts mehr im Weg.

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Über die Autorin:

Stefanie Norden ist Pinterest VA und Social Media Managerin. Als Teil des Teams von B2N Social Media Services verhilft sie kleinen Unternehmen und Soloselbstständigen, ihr Business im Netz bekannt zu machen – zeitsparend und anfängertauglich.